Rafael Lipstein, Klavier

Rafael Lipstein wurde im September 1995 geboren und begann im Alter von 4 Jahren zunächst mit dem Violinspiel, bevor er als sich als Elfjähriger dem Klavier zuwandte. Zunächst wurde er von seinem Vater, dem argentinischen Pianisten Leopoldo Lipstein, unterrichtet. Schon bald widmete sich Rafael ausschließlich dem Klavier. Seit 2010 studiert er als Jungstudent an der Musikhochschule Köln in der Meisterklasse von Pavel Gililov. Rafael Lipstein hat bereits viele Wettbewerbe und Preise gewonnen – so z.B. beim Schimmel-Wettbewerb 2012, beim Münchner Klavierwettbewerb, beim Van Bremen Klavierwettbewerb und beim Bitburger Klavierwettbewerb. Zusätzlich erhielt er verschiedene Sonderpreise. Im Jahr 2011 gewann er beim Wettbewerb “Jugend musiziert” in der Kategorie “Klavier solo” jeweils den ersten Preis mit der Höchstpunktzahl 25 auf Regional-, Landes- und Bundesebene. Ausserdem wurde ihm der Förderpreis des Hauptsponsors Sparkasse zugesprochen. 2012 erspielte er sich den 1. Preis beim Internationalen Tjarri-Klavierwettbewerb in Zypern und erhielt beim “Young Professionals”-Wettbewerb den 2. Preis. Seine Konzerttätigkeit führte ihn bereits durch viele Städte (Berlin, München, Köln, Paris, Bayreuth, Düsseldorf, Dortmund u.a.), und in renommierte Konzerthäuser wie die Philharmonie München, die Philharmonie Köln und die Tonhalle Düsseldorf. Seit 2011 ist er Stipendiant der Werner Richard – Dr. Carl Dörken Stiftung, der Stiftung Deutsches Musikleben und der Kaminsky Stiftung. Von der Presse wird er als Ausnahmetalent und Nachwuchspianist mit großartiger Virtuosität und einer bemerkenswerten Ausstrahlung beschrieben.

Tatjana Kolesova, Klavier

Geboren 1985 in Moskau, befindet sich Tatjana Kolesova derzeit in einem postgradiertem Studiengang am Moskauer Tschaikowski-Konservatorium in der Klasse von Alexei Nasedkin. (2008 erhielt sie auch ihr erstes Diplom an diesem weltberühmten Institut.) Von 2004-2006 absolvierte sie ebenfalls einen postgraduierten Studiengang bei Jacques Rouvier am Pariser CNSDMP. Tatjana gewann Preise bei zahlreichen bedeutenden internationalen Wettbewerben, darunter Leeds, Minneapolis, Pretoria (UNISA), Oslo (Grieg), Tel Aviv (Rubinstein), Zürich (Geza Anda), Sydney und Paris. Sie spielte Klavierabende in Russland, Italien, Frankreich, Brasilien, Norwegen, Spanien, Polen, England, Israel, Australien, Deutschland und der Schweiz. Auch bei zahlreichen Festivals in diesen Ländern ist sie ein gern gesehener Gast. Tatjana Kolesova machte Aufnahmen für Funk und Fernsehen und hat bereits eine CD mit russischer virtuoser Musik (Tschaikovski, Rachmaninov, Taneev und Prokofiev) eingespielt. Die Zahl der Orchester, mit denen sie als Solistin auftrat, ist groß; stellvertretend für viele seien das Russische Staatsorchester, das Russische National-Orchester, das Staatliche Sinfonieorchester Moskau, die Charkower Philharmonie, das Birmingham City-, das Minnesota Symphony-, das Israel Philharmonic-, das Sydney Symphony Orchestra, das Tonhalle Orchester Zürich und das Zürcher Kammerorchester genannt. Sie spielte unter so namhaften Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Mihail Pletnev, Sergei Stadler, Mark Gorenstein und Paul Kogan. 1997 wurde ihr Name unter der Rubrik “Neue Namen der Welt des 20. u. 21. Jahrhunderts” im Goldenen Buch des russischen Präsidenten erwähnt. 2001 erhielt sie das Ehrendiplom Nr. 1 der “Societé d’Entraide des Membres de la Légion d’Honneur”.

Agapi Triantafyllidi, Klavier

Agapi Triantafyllidi wurde 1988 in Preveza (Epirus) an der griechischen Westküste geboren. Sie ist Absolventin des Protoporia-Konservatoriums in Athen und machte ihren Abschluss in der Klasse von Alla Halapsi mit Auszeichnung. Derzeit studiert sie im Fach “Künstlerische Ausbildung” an der Kölner Hochschule für Musik und Tanz in der Meisterklasse von Pavel Gililov. Bereits mit 8 Jahren zeichnete sie sich als Preisträgerin und Gewinnerin mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe aus und setzt diese Erfolge seitdem kontinuierlich fort – u.a. war sie 3. Preisträgerin des Internationalen Chopin-Wettbewerbs der Moskauer Tschaikowski-Akademie. Sie gewann das Vladimir-Spivakov- und das Vladimir-Krainev-Stipendium, gab ein vielbeachtetes Konzert im Kreml und spielte beim Film “Mikro Preloudia/Kleine Präludien” von Vangelis Kalabakas die Hauptrolle (dieser Film wurde beim Festival in Bombay mit dem 1. Preis ausgezeichnet.) Mit 14 Jahren debütierte sie als Solistin des Klavierkonzerts von Edward Grieg beim Nationalen Rundfunksinfonieorchester des Senders ERT in Griechenland und gab später Konzerte mit Orchestern in Russland, Deutschland und Argentinien. Agapi Triantafyllidi gastierte beim Festival in Luzern, in der Kölner Philharmonie, in der griechischen Nationaloper und an vielen anderen Spielstätten. Seit 2 Jahren ist sie Stipendiatin einer staatlichen Stiftung in Griechenland. Berühmte Pianisten wie V. Krainev, E. Virsaladse, D. Bashkirov, V. Lobanov, I. Pogorelich und V. Ovchinnikov äußern sich in Gutachten sehr anerkennend über ihre interpretatorischen Fähigkeiten und die Qualität ihres Klavierspiels.

Viviane Chassot, Akkordeon

Viviane Chassot, 1979 in Zürich geboren, erhielt ihren ersten Akkordeonunterricht im Alter von 12 Jahren. 2006 beendete sie das Konzertdiplomstudium an der Hochschule der Künste Bern (HKB). Wichtige musikalische Impulse erhielt sie durch Teodoro Anzellotti (HKB) sowie regelmässig durch Eberhard Feltz (Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin). Ihre Arbeit wurde durch diverse Stipendien und Preise ausgezeichnet. Unter anderem ist sie Gewinnerin des renommierten Kranichsteiner Musikpreises für Neue Musik.

Mittlerweile pflegt Viviane Chassot eine rege Konzerttätigkeit als Solistin und Kammermusikerin im In- und Ausland. Davon zeugen Einladungen von namhaften Sinfonieorchestern und Ensembles (Berliner Philharmoniker, Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks, NDR Sinfonieorchester Hamburg, Klangforum Wien, Ensemble Modern Frankfurt, Contrechamps Genf, Collegium Novum Zürich) sowie die Zusammenarbeit mit Dirigenten und Komponisten wie Simon Rattle, Peter Eötvös und Heinz Holliger.Viviane Chassot ist regelmässig Gast bei internationalen Festivals und musiziert mit Kammermusikpartnern wie dem Vogler Quartett Berlin und dem Cellisten Julian Arp.

Ein besonderes Anliegen ist Viviane Chassot die Erweiterung des Repertoires an Originalliteratur für Akkordeon. In den vergangenen Jahren hat sie etliche Werke uraufgeführt und bei diversen CD- Einspielungen mitgewirkt. Seit mehreren Jahren beschäftigt sich Viviane Chassot mit der Transkription alter Musik auf dem Akkordeon und bringt so die reichhaltigen Gestaltungsmöglichkeiten des Instrumentes zum Ausdruck. Im Zentrum steht die Musik aus Barock und Klassik.

Auf viel Lob und international breites Interesse stiessen ihre 2009 beim Label Genuin erschienene Debüt Solo-CD mit Klaviersonaten von Joseph Haydn sowie die Einspielung der “Pièces de Clavecin” von Jean-Philippe Rameau, erschienen im Oktober 2011. Alfred Brendel lobte die Haydn-CD als eine der besten Einspielungen von Joseph Haydns Klaviersonaten: “Die Interpretation ist in ihrer Art vollendet. Frische, Kontrolle und Empfindsamkeit wirken auf das Schönste zusammen”. 2005 bis 2010 betreute Viviane Chassot eine Akkordeonklasse an der Musikakademie Basel. Im März 2010 hat sie die Unterrichtstätigkeit beendet, um sich vollständig ihrer künstlerischen Tätigkeit zu widmen.

Florian Feilmair, Klavier

“Feingefühl und Nuancenreichtum”, “perlende Leichtigkeit und Souveränität” sind nur einige der Attribute, die Kritiker dem jungen Pianisten Florian Feilmair zuschreiben. Geboren 1989, hat er bereits eine beachtliche Anzahl an bedeutenden Preisen errungen, darunter den “Klassikpreis Österreich” für seine Interpretation des 3. Klavierkonzerts von Beethoven mit dem Mozarteum-Orchester beim Wettbewerb “gradus ad parnassum”, dessen Sieger in der Kategorie Klavier er ebenfalls ist. 2011 gewann er den Klavierwettbewerb “Neue Sterne” in Wernigerode (Deutschland). Nach erstem Unterricht an der Musikschule Seewalchen wurde Florian Feilmair zunächst Student des Künstlerischen Basisstudiengangs der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz bei Naoko Knopp. Nach der Matura kehrte er in seine Geburtsstadt Wien zurück, wo er zunächst von Christopher Hinterhuber unterrichtet und schließlich 2008 als Student bei Jan Gottlieb Jiracek von Arnim an der Musikuniversität Wien aufgenommen wurde. Florian Feilmairs Konzertkarriere begann bereits während seiner Schulzeit am Musikgymnasium Linz, wo er mehrfach als Solist des hauseigenen Orchesters in Erscheinung trat. Inzwischen ist er regelmäßig auf wichtigen österreichischen Bühnen zu hören, so etwa im Wiener Konzerthaus, im Musikverein oder im Brucknerhaus Linz. Neben seinen solistischen Aktivitäten ist er als Kammermusiker tätig, vorzugsweise als Duopartner seines Bruders, des Klarinettisten Benjamin Feilmair.

Dominic Chamot, Klavier

Dominic Chamot wurde 1995 in Köln geboren und besucht dort zur Zeit das Humboldt-Gymnasium. Im Alter von 5 Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht von seinem Vater, mit sieben lernte er autodidaktisch das Klavierspiel, improvisierte und komponierte. Mit 9 Jahren bekam er Klavierunterricht von Ruriko Goto-Lutz, mit 12 Jahren wurde er in das “Pre-College Cologne” der Hochschule für Musik Köln in die Klavierklasse von Sheila Arnold aufgenommen, mit 16 Jahren wurde er Jungstudent bei der gleichen Professorin. Er erhält Kammermusikunterricht von Anthony Spiri, Paolo Alvarez und Michael Faust und besucht regelmäßig Meisterkurse, zuletzt bei Karl-Heinz Kämmerling und Dmitri Bashkirov. Seine Konzerttätigkeit führte ihn in verschiedene deutsche Städte sowie nach Frankreich, Belgien und in die Niederlande; im Liszt-Jahr 2011 erregte er Aufsehen mit der Interpretation des vollständigen Zyklus “Die Schweiz” aus den “Années de pèlerinage”. Im Sommer 2012 wird er sein Debüt bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und beim Schwetzinger Mozartfest haben. Dominic Chamot hat eine ganze Reihe von nationalen und internationalen Auszeichnugen bekommen; zuletzt hat er im Mai 2012 beim “Eurovision Young Musicians” in Wien als Finalist Deutschland vertreten.

Jean-Paul Gasparian, Klavier

Jean-Paul Gasparian wurde 1995 in Paris in einem musikalischen Elternhaus geboren: Die Mutter, Schülerin von Alexander Satz, ist selbst Pianistin, der Vater Pianist und Komponist. Bereits mit 15 Jahren wurde Jean-Paul als jüngster Kandidat Student in der Meisterklasse von Jacques Rouvier am Conservatoire National Supérieur de Paris. In den Jahren davor studierte er am Conservatoire National de la Région de Paris bei Olivier Gardon und erhielt für seine ausgezeichneten Leistungen höchste Anerkennungen namhafter Jurys. Mit 15 Jahren wurde Jean-Paul Gasparian Preisträger der Salzburger Sommerakademie und konzertierte im Großen Saal des Mozarteums u.a. mit der 2. Klaviersonate von Chopin. Im gleichen Jahr spielte er erstmals in der Salle Pleyel mit dem Orchestre de Paris und debütierte beim Internationalen Festival von Hyères mit Chopins e-Moll-Konzert. 2011 gab er Recitals mit den kompletten “Etudes tableaux” op. 39 von Rachmaninov, der “Appassionata” von Beethoven, der 2. Partita von Bach und der h-Moll-Sonate von Liszt in Paris. In diesem Jahr fanden bereits mehrere Auftritte bei bedeutenden europäischen Festivals und Musikzentren statt bzw. sind noch geplant: Vexin, Mayanne, Paris, Valois, Marigny, Bourges u.a. Jean-Paul Gasparian absolvierte Meisterkurse bei Vera Gornostjeva, Valeri Sigalevich und Tatjana Zelikman.

Maciej Szyrner, Klavier

Der in Polen geborene Maciej Szyrner begann das Klavierspiel mit 6 Jahren. Nach fünfjähriger Ausbildung in der Klavierklasse von Prof. Jerzy Sulikowski erhielt er sein Diplom mit Auszeichnung vom Verband der Musikschulen in Posen (Polen). Danach folgte das Studium an der Staatlichen Musikakademie in Bromberg unter der Leitung von Prof. Tatiana Tschebanova, das der Pianist 1996 abgeschlossen hat. In den Jahren 1998 bis 2000 studierte er als Stipendiat des DAAD an der Hochschule für Musik in Trossingen in der Klavierklasse von Prof. Gabriel Amiras. Maciej Szyrner besuchte zahlreiche Meisterkurse, u.a. bei Viktor Merzhanov, Vladimir Kreinev, Andrzej Jasinski und Lee Kum Sing.

Maciej Szyrner erregte grosses Aufsehen, als er 1985 im Alter von 12 Jahren mit dem Orchester der Staatsphilharmonie Posen das 4. Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven interpretierte. Aufgrund des grossen Erfolges wurde er eingeladen, mit dem berühmten Kammerorchester “Amadeus” zwei Klavierkonzerte von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozart für den Rundfunk einzuspielen. Seitdem spielteder Pianist als Gastsolist bei bedeutenden polnischen Staatsorchestern u.a. Klavierkonzerte von Beethoven, Mozart, Chopin, Brahms, Rachmaninov, Tschaikowski. Neben einem umfangreichen Solorepertoire gilt sein Interesse besonders auch der Kammermusik. Er konzertiert regelmäßig mit dem Cellisten Lukasz Szyrner. Die beiden Musiker gastierten zusammen in zahlreichen Konzertsälen weltweit.

Der Pianist wurde bei mehreren polnischen und internationalen Wettbewerben ausgezeichnet. 1994 gewann er den III. Internationalen Paderewski Wettbewerb in Bromberg,zweimal erhielt er ein Stipendium im Warschauer Wettbewerb für Kunststipendien. 1996 wurde er als Finalist beim “Wettbewerb der künstlerischen Persönlichkeiten” in Lodz ausgezeichnet, 1997 war er Preisträger beim “Festival des Polnischen Klavierspiels”, 1999 wurde ihm beim Internationalen Klavierwettbewerb in Hannover der Sonderpreis der Zuschauer verliehen.

Maciej Szyrner spielte bisher zwei CD ein mit Werken von Beethoven, Debussy, Chopin, Liszt, Schumann und Rachmaninov. Er lebt seit 1998 in Deutschland, wo er als Konzertpianist, Kammermusiker, Dirigent und Musikpädagoge tätig ist.

Jürnjakob Timm, Violoncello

Jürnjakob Timm, Violoncello Jürnjakob Timm ist seit 1973 1. Solocellist des Gewandhausorchesters Leipzig und Mitglied des Gewandhausquartetts. Er erhielt seine künstlerische Ausbildung an der Leipziger Musikhochschule. Nach dem Studium nutzte er die Möglichkeit einer dreijährigen Aspirantur an demselben Institut. Jürnjakob Timm ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe. Er trat als Solist mit zahlreichen Orchestern in Deutschland, anderen europäischen Ländern, Japan, Südamerika und in den USA auf. Besonders häufig spielte er auf Konzertreisen seines eigenen Orchesters als Solist unter Kurt Masur. Jürnjakob Timm arbeitete mit verschiedenen Kammermusikpartnern zusammen. Er war Solist in Konzerten renommierter Musikfestivals wie dem Prager Frühling, dem Brahms-Festival in Granada, dem Schleswig-Holstein-Festival, den Ann-Arbor-Musikwochen u.a. Jürnjakob Timm ist Mitbegründer des Ensembles Leipzig Berlin »ELB. Neben dem klassischen Repertoire spielte er auch von ihm uraufgeführte Werke und selten wiedergegebene Kompositionen auf CD ein. 1988 wurde Jürnjakob Timm für seine Lehrtätigkeit an der Leipziger Musikhochschule zum Professor ernannt. Seit 1993 wirkt er als 1. Solocellist im Orchester der Bayreuther Festspiele mit.

Wenzel Fuchs, Klarinette

Wenzel Fuchs stammt aus einer Gegend, in der die traditionelle Blasmusik einen hohen Stellenwert hat: Der gebürtige Innsbrucker, Spross einer musizierfreudigen Familie, blies schon als Kind in diversen Blasmusikformationen die Klarinette. Nach den ersten Studien in Kitzbühel und Innsbruck ging er an die Wiener Musikhochschule. Dort bekam er die Gelegenheit, als Substitut bei den Wiener Philharmonikern mitzuwirken.

Seine berufliche Laufbahn begann er als Solo-Klarinettist an der Wiener Volksoper, wechselte dann zum ORF-Sinfonieorchester und 1993 als Solo-Klarinettist zu den Berliner Philharmonikern. Neben seiner Arbeit im Orchester ist Wenzel Fuchs solistisch und kammermusikalisch tätig, u.a. beim Philharmonischen Bläserensemble, bei den Philharmonischen Bläsersolisten, beim Philharmonischen Oktett und bei den Philharmonischen Freunden Wien-Berlin. Bei Kunst & Justiz spielte er 2006 den Solopart in Mozarts Klarinettenkonzert. Darüber hinaus lehrt er an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker, war von 2008 bis 2012 Professor an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin und hat eine Gastprofessur an der Sakuyou-Universität für Musik im japanischen Okayama sowie eine Ehrenprofessur am Konservatorium in Schanghai, zudem gibt er weltweit Meisterkurse. Er fährt gern Ski und verbringt seine Freizeit am liebsten mit der Familie.

Robert Schneider, Schriftsteller

Robert Schneider wurde als Kind mit zwei Jahren von dem Bergbauern-Ehepaar Anton und Stephanie Schneider adoptiert und wuchs in Götzis (Vorarlberg) auf, wo er noch heute als freier Schriftsteller lebt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Von 1981 bis 1986 studierte Schneider Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Er brach sein Studium ab, um Schriftsteller zu werden, arbeitete als Fremdenführer und Organist, hielt sich mit diversen Literaturstipendien über Wasser.

Seinen Debütroman “Schlafes Bruder” veröffentlichte er 1992 im Reclam-Verlag (Leipzig), nachdem das Manuskript zuvor von 24 Verlagen abgelehnt worden war. Das Buch, das die erfundene Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder erzählt, der sich durch Schlafentzug das Leben nimmt, wurde ein internationaler Erfolg, ist bislang in 36 Sprachen übersetzt worden und fand Eingang in den Schulkanon. 1995 wurde der Roman unter der Regie von Joseph Vilsmaier verfilmt und 1996 für den Golden Globe nominiert. Der Roman diente als Vorlage für ein Ballett, eine Oper und mehrere Schauspielfassungen. Der Autor publizierte bisher sechs Romane, eine Novelle und ein Theaterstück. Im September 2007 erschien sein bisher letzter Roman “Die Offenbarung”. Er erzählt die Geschichte eines Bach-Fundes, der das Leben eines Musikforschers aus Naumburg aus den Fugen bringt.

Im Mai 2012 sprach Robert Schneider auf Einladung von Kunst & Justiz im Bundesverwaltungsgericht im Rahmen des Konzerts “Missbrauchte Musik” ein poetisches Zwischenwort zu den Spuren der Erinnerung an die Musikrezeption in der Zeit des Nationalsozialismus.

Gabriel Faur, Violoncello

The Cellist Gabriel Faur was born in 1981 in Bucharest, Romania, to a family of musicians, with which he moved in 1987 to Israel. At the age of eight he got his first cello lesson from his father, Cornelius Faur, a cellist of the Jerusalem Symphony Orchestra. Just two years later, at the age of ten, he played in his first solo public appearance pieces of considerable difficulty such as Popper’s “Elfentanz” and some Paganini caprices – originally written for the violin. Later he studied with Michael Khomitser in Tel-Aviv and after moving to Austria in 1997 with Valentin Erben in Vienna. Since 1998 he has studied in the class of Adalbert Skocic at the Conservatory of music in Vienna where he graduated in 2003 with “Summa cum Laude”. In 2002 he entered the chamber music class of the well-known Altenberg-trio and 2 years later he graduated with “Summa cum Laude”. During the year 2000 he was invited to study with Radu Aldulescu at the “International Menuhin Music Academy-Gstaad”-Switzerland. There he also became a member of the “Camerata Lysy”, with which he played many concerts in Switzerland, Canada, Spain and Argentina under Alberto Lysy ,accompanied by this ensemble he also often played as a soloist in Switzerland, among others at the Victoria-Hall in Geneva. Since 2005 Gabriel is a student at the Lubeck Musikhochschule in the class of Lynn Harrell.

Gabriel Faur had the privilege to meet and to study in master classes or private with such great musicians as J. Starker, A. Parisot, R. Aaron, W. Laufer, A. Lysy, H. Schiff, Y. Hanani, I. Ionescu, F. Helmerson, T. Zimmermann, H. Shaham, C. Mandeal, R. Weinsheimer, D. Geringas, G. Teutsch, A. Niculescu, P. Roczek, J. Smirnov, E. Finke, G. Baich, D. Lutz, C. Hagen, A Arenkow, W. Schulz, B. Kuschnir, M. Maisky, B. Greenhouse and M. Rostropovich. Gabriel Faur is a Prize winner not only of many national competitions in Israel, like the “Julius Burger” America-Israel Cultural Foundation prize, but also of many International Cello Competitions such as: “David Popper” – Hungary , “Johannes Brahms” – Austria, “Citta di Stresa” – Italy , “Gaspar Cassado” – Spain , “Arturo Bonucci” Cello competition – Italy , “Classica-Nova-Shostakovitch” – Germany , “Liezen” – Austria , “Jeunesses Musicales” – Romania.

Gabriel Faur perfected his orchestral experience working and playing as a member of the “Jeunesses Musicales World Orchestra” and the “GMJO” (Gustav Mahler Jugend Orchester). In the season 2002/03 he was a member of the Radio Symphony Orchestra, “RSO” Vienna and later in 2004/05 member of the Bruckner Orchestra – Linz. In 2004 he was appointed on trial as first principal cellist of the London Philharmonic Orchestra. Since 2005 he is the principal cellist of the Wuerttemberg Chamber Orchestra Heilbronn.

He frequently and passionately plays chamber music in different ensembles. Since 2002 he was member of the “Fidelio Quartet” and in 2006 he founded together with the violonist Konstanze Felber and pianist Maciej Szyrner the “Enigma Trio”. He constantly gives public performances as soloist, recitalist and chamber musician in Austria, Italy, Israel, Romania, Switzerland, Slovakia, Germany and Spain. Together with the violinist Lidia Baich he played the J. Brahms double-concerto with the conservatory symphony orchestra of Vienna conducted by Georg Mark at the Culture Center Eisenstadt and in the Golden-Hall of the “Musikverein” in Vienna. He played these concerts on a Guarnerius Cello that was kindly put to his disposal by “Machold-rare violins”, Vienna. In 2003 he premier the work “Quileute Overture”for Cello and Orchestra by Charles Roland Berry with the Moravska Philharmonic Orchestra under Joel Suben. Gabriel Faur is a performing musician of the “Creatives Centrum Vienna” (Austrian composers association) where he premiered many contemporary works all over Austria and abroad.

Gabriel´s instrument is an Anon. cello made in north Italy c. 1780.

Ionel Adrian Iliescu, Violine

Der Geiger Ionel Adrian Iliescu, geb. 1981 in Bukarest, schloss sein Diplom an der Musikhochschule Lübeck im Jahr 2006 bei Professorin Christiane Edinger ab und sein Konzertexamen 2010 an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Kolja Blacher. Seine kammermusikalische Erfahrung sammelte er bei Professor Walter Levin (Lasalle Quartett). lonel Adrian Iliescu errang zahlreiche Preise und Auszeichnungen im In- und Ausland. So erhielt er den ersten Preis beim rumänischen “Jugend musiziert” für Violine in den Jahren 1993 bis 1999, den ersten Preis beim internationalen Wettbewerb “Jeunesse Musicale” in Bukarest (1996) und im selben Jahr auch den Spezialpreis beim internationalen Wettbewerb für Violine “Kloster Schöntal” in Deutschland sowie den ersten Preis des internationalen Wettbewerbs “Citta di Stresa” in Italien. 1997 erspielte er sich dann den Förderpreis des internationalen Wettbewerbs für junge Geiger “Takasaki” in Japan. 2006 wurde Adrian Iliescu mit dem Lübecker Furtwängler Preis ausgezeichnet.

Adrian Iliescu besuchte Meisterkurse bei Prof. Michele Auclair, Sachar Bron, Ruggiero Ricci, Wolfgang Marschner, Donald Weilerstein und Kolja Blacher. Konzertauftritte führten ihn nach Deutschland, Frankreich, Italien, England, Polen, Rumänien und Peru. Soloauftrite mit dem Rumänischen Rundfunk Orchester, den Hamburger Symphonikern und dem Orchestra National del Peru. 2004 wurde Adrian Iliescu beim Schleswig Holstein Festival von Ruggiero Ricci für eine Live-Fernsehsendung ausgewählt, in der er die Caprice Nr. 24 von Niccolò Paganini spielte. Adrian Iliescu war Konzertmeister bei den Lübecker Philharmonikern von 2004 bis 2010. In dieser Zeit half er öfters als Konzertmeister bei der Hamburger Oper und beim Württembergischen Kammerorchester Heilbronn aus. Seit 2010 spielt er erste Geige beim Stuttgarter Kammerorchester.

Trio DéjàVu

Das Trio DéjàVu wurde 2006 unter dem Namen Enigma Trio von Musikern gegründet, die sich – als Stimmführer im renommierten Württembergischen Kammerorchester Heilbronn – der Kammermusik verschrieben haben : von der aus München stammenden Geigerin Konstanze Felber und dem in Bukarest geborenen Cellisten Gabriel Faur; hinzugewonnen werden konnte der polnische Pianist Maciej Szyrner.

Die Mitglieder studierten zunächst in Saarbrücken, Trossingen, München und Wien bei so bedeutenden Künstlern wie Joshua Epstein, Gabriel Amiras und Lynn Harrell sowie beim Altenberg Trio Wien und konnten jeder für sich bereits auf eine rege kammermusikalische Tätigkeit zurückblicken, bevor sie beschlossen, als Klaviertrio gemeinsame Wege zu gehen. Dem Ensemble liegt es am Herzen, bei seiner Programmauswahl eigene Wege zu gehen : In seiner Konzerttätigkeit setzt sich das Trio besonders für die Pflege weniger bekannter Werke und für bislang zu Unrecht übersehene Meister der Kammermusik ein.

Das Trio konnte in den Jahren seines Bestehens eine beachtliche Anzahl an Konzertauftritten im In- und Ausland absolvieren, die von Publikum und Kritik ausnahmslos begeistert aufgenommen wurden. “Von diesem vielversprechenden Ensemble möchte man gern in den nächsten Jahren mehr hören” (Frankfurter Neue Presse). Die Debut-CD des Trio DéjàVu mit Werken von Dvorak und Foote, erschienen 2010 bei Spektral Records, erhielt von der Fachpresse enthusiastische Kritiken. Außerdem wurde sie von der Kammermusikzeitschrift “ENSEMBLE” als “die 5-Sterne-Aufnahme” ausgezeichnet. Diese CD und weitere Hörfunkaufzeichnungen wurden in den Kulturprogrammen des Bayerischen, des Hessischen und des Südwestdeutschen Rundfunks gesendet.

Den Part der Violine im Trio hat Ende 2011 der Geiger Ionel Adrian Iliescu übernommen.

Leipziger Barockorchester

Das Leipziger Barockorchester wurde 1995 gegründet. Es hat sich in den zurückliegenden Jahren zu einem gefragten Spezialensemble für die Interpretation von Musik des 17. und 18. Jahrhunderts profiliert. In seiner Gründungs- und Heimatstadt Leipzig ist es zu einem festen Bestandteil des vielfältigen Musiklebens avanciert und in repräsentative Projekte eingebunden.

Die Musiker und Musikerinnen des Leipziger Barockorchesters spielen ausschließlich auf historischen Instrumenten sowie deren originalgetreuen Kopien und verbinden theoretisches Wissen zu grundlegenden Fragen historischer Aufführungspraxis mit einer lebendigen und differenzierten Spielkultur. Zu seinen Mitgliedern zählen Spezialisten für Alte Musik des mitteldeutschen Raums, des mdr-Sinfonieorchesters und des Gewandhausorchesters ebenso wie herausragende Instrumentalisten und Solisten der wichtigsten Alte-Musik-Ensembles Deutschlands.

Die rege Konzerttätigkeit des Orchesters umfasst allein in Leipzig Konzerte mit dem Thomanerchor unter seinem Thomaskantor Georg Christoph Biller, die viel beachteten Kantaten-, Weihnachtsoratorien- und Passionsaufführungen mit dem Leipziger Vocalensemble unter David Timm sowie Instrumentalkonzerte z.B. im Rahmen des mdr-Musiksommers, zu den Bachfesten Leipzig und seit 2004 in einer Konzertreihe im Großen Sitzungssaal des Bundesverwaltungsgerichts. Seit 1998 ist das Orchester als Begleitorchester in die Finalrunden des Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerbs integriert. In gleicher Funktion agierte es 2005 auch beim Internationalen Telemann-Wettbewerb in Magdeburg. Konzerte mit international renommierten Gesangs- und Instrumentalsolisten sowie mit Preisträgern der genannten Wettbewerbe bilden einen festen Bestandteil der Arbeit des Leipziger Barockorchesters. Konzerte mit dem Bremer Domchor, dem Tölzer Knabenchor, dem Knabenchor Hannover, dem Dresdner Vokalensemble, dem Kammerchor Josquin des Prez, den cantores lipsienses, dem Calmus-Ensemble u.v.a. ergänzen die vielschichtige Betätigung des Orchesters. Seit 2004 tritt das Leipziger Barock-Consort mit Mitgliedern des Leipziger Barockorchesters in instrumentalen und vokalen Kammerbesetzungen auf.

Gastspiele und Konzerttourneen führten das Orchester außer durch Deutschland auch nach Frankreich, Gran Canaria sowie mit großem Erfolg nach Japan. Mit besonders großer Begeisterung wurden im Oktober 2006 mehrere Konzerte des Leipziger Barockorchesters mit dem Schweizer Blockflötisten Maurice Steger aufgenommen. Im Oktober 2006 erschien bei Rondeau Production die Einspielung der h-moll-Messe von Johann Sebastian Bach, auf welcher der Thomanerchor Leipzig unter Thomaskantor Georg Christoph Biller, Solisten und das Leipziger Barockorchester zu hören sind.

Tereza Pavelkovà, Blockflöte

Tereza Pavelkovà lernte an der Musikschule Revnice Blockflöte und Gitarre. Sie entdeckte für sich aber die Oboe, studierte bei Jiri Sestak in Prag und später privat bei Ales Ryban und Marta Neumannova Barockoboe.

An der Karls-Universität Prag studierte sie außerdem Musikwissenschaft und anschließend am Conservatoire de la Musique et de la Danse de Paris Barockoboe bei Marcel Ponseele und Michel Henry an. Dort erwarb sie 2007 das Diplom. Bei Eric Bellocq studierte sie zudem am gleichen Institut Theorbe.

Tereza Pavelkovà besuchte zahlreiche Meisterkurse bei namhaften Musikern wie Peter Holtslag und Ashley Solomon (Blockflöte), Paul Dombrecht, Martin Stadler, Karin van Heerden, Marek Niedwiezial, Alfredo Bernardini (Barockoboe) und nahm an Akademien für Alte Musik teil (Ambronay 2006, Eubo 2007, Aix-en-Provence 2008). Tereza Pavelkovà ist Mitglied verschiedener Barockorchester, so dem Collegium Marianum, dem Collegium 1704. Musica Florea, Ensemble Inègal, Ensemble Pygamlion, Les Peladins, Europa Galante sowie Ensemble Actèon.

Rupprecht Drees, Trompete

Rupprecht Drees wurde im westfälischen Halle geboren, erster Trompetenunterricht mit neun Jahren an der Musikschule Halle bei Eckard Vincke sowie bei Hans-Joachim Knoke. Studium an der Musikhochschule Detmold bei Prof. Max Sommerhalder. Meisterkurse bei Pierre Thibaud, Bo Nilsson und Timofei Dokshitser. 2003 künstlerische Reifeprüfung in Detmold, 2005 Konzertexamen mit höchster Auszeichnung. Regelmäßiger Gast bei vielen deutschen Orchestern. 2002-2006 Solotrompeter beim Göttinger Symphonie-Orchester, Berufung in gleicher Position an die Staatskapelle Weimar. Solotrompeter beim Tampere Philharmonic Orchestra in Finnland. Zahlreiche Auftritte u. a. bei den Salzburger Festspielen, dem Rheingau-Festival und dem Luzern-Musikfestival.

Luise Haugk, Oboe

Luise Haugk wurde in Erfurt geboren und wuchs in einem musikalisch geprägten Elternhaus auf. Nach Besuch der Spezialschule für Musik in Dresden studierte sie an der Hochschule für Musik “Carl-Maria von Weber” Dresden und an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” in Berlin moderne Oboe. Bereits während des Studiums begann sie, sich mit historischer Aufführungspraxis und der Barockoboe zu beschäftigen. Es folgten bald Engagements in verschiedensten Barockensembles, wie zum Beispiel der Lauttencompagney Berlin oder dem Dresdner Barockorchester, mit denen sie seitdem regelmäßig zusammenarbeitet, auch als Solistin. Von 2003-2005 studierte Luise Haugk am Konservatorium in Amsterdam Barockoboe bei Alfredo Bernardini. Sie lebt als freischaffende Oboistin in Dresden, ist Mutter zweier Söhne und arbeitet mit Orchestern wie der Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, English Baroque Soloists, Collegium 1704, Elbipolis, Les Amis de Philippe und anderen zusammen. Konzertreisen führten sie in viele Länder Europas und nach Japan. Es entstanden zahlreiche Rundfunk- und CD-Produktionenunter anderen im Februar 2010 Oboenkonzerte von Antonin Reichenauer gemeinsam mit dem tschechischen Ensemble Musica Florea. Luise Haugk unterrichtet moderne Oboe am Heinrich-Schütz-Konservatorium Dresden.

Jacob Leuschner, Klavier

Jacob Leuschner wurde 1974 in Freiburg/Breisgau geboren. Ersten Klavierunterricht erhielt er mit sieben Jahren bei Merlinde Weiss. Zu seinen weiteren Lehrern zählten Prof. Helmut Barth und Prof. Michel Béroff an der Freiburger Musikhochschule sowie Prof. Konrad Elser an der Musikhochschule Lübeck. Meisterkurse bei Leonard Hokanson, Karl Ulrich Schnabel, Claude Frank, Bernard Roberts, Sergio Fiorentino und anderen ergänzten seine Ausbildung.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei bedeutenden Klavierwettbewerben bezeugen seinen künstlerischen Rang: Viotti (Vercelli), Schubert (Dortmund), Beethoven (Wien), Mozart (Salzburg), Leeds, Rina Sala Gallo (Monza), Deutscher Musikwettbewerb, Deutscher Hochschulwettbewerb, um nur die wichtigsten zu nennen. Leuschner ist ferner Träger des Possehl-Musikpreises, des Kai-Uwe-von-Hassel-Preises und des Wiesbadener Mozartpreises. Er war mehrfacher Teilnehmer des Förderungsprojekts “Bundesauswahl Konzerte Junger Künstler” des Deutschen Musikrats.

Seit 1989 führen ihn Konzertreisen in die meisten europäischen Länder und in die USA. Er hat in vielen bedeutenden Konzertsälen gastiert, so z. B. in der Hamburger Musikhalle, der Stuttgarter Liederhalle, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, der Bonner Beethovenhalle und der Bremer Glocke sowie im Wiener Musikverein und im Concertgebouw Amsterdam; auch ist er gern gesehener Gast bei zahlreichen internationalen Festivals (Schleswig-Holstein, Ludwigsburg, Salzgitter, Oberstdorf, Lübeck, Bodenseefestival, Kissinger Sommer, Montfort l’Amaury, Esbjerg etc.). Als Solist spielte er u.a. mit der Klassischen Philharmonie Bonn, dem Hamburger Philharmonischen Kammerorchester, den Lübecker Philharmonikern, dem Landesjugendorchester Schleswig-Holstein, dem Brandenburgischen Staatsorchester, dem Orchester des Staatstheaters Darmstadt, der Reichenhaller Philharmonie, der Freiburger Orchestergesellschaft, dem Sinfonieorchester der Universität Mozarteum Salzburg, dem Bachorchester Herzogtum Lauenburg und dem Orchestra sinfonica giovanile del Piemonte und arbeitete dabei mit Dirigenten wie Heribert Beissel, Nicholas Carthy, Stefan Blunier und Dennis Russell Davies zusammen. Jacob Leuschner machte Rundfunk und Fernsehproduktionen bei zahlreichen deutschen und ausländischen Sendern, auch liegen einige CD Einspielungen vor. Neben seiner solistischen Tätigkeit widmet er sich intensiv der Kammermusik in unterschiedlichen Besetzungen. 1997 gründete er mit seiner langjährigen Duopartnerin Angela Schwartz (Violoncello) und dem Geiger Alexander van Wijnkoop das Ariadne Trio Basel; zudem ist er u.a. Duopartner der Geigerin Anke Dill, des Cellisten Sebastian Klinger und des Klarinettisten Clemens Trautmann. Mit den beiden Letztgenannten gründete er 2003 das Feuerbach-Trio.

Jacob Leuschner lehrte an der Musikhochschule Lübeck und hatte eine Gastprofessur an der Hochschule für Musik FRANZ LISZT in Weimar inne. Zum Sommersemester 2008 erhielt er einen Ruf als Professor an die Musikhochschule Köln. Er hat Meisterkurse in der Schweiz, in Japan, England und Spanien gegeben. Sein Repertoire reicht von den Virginalisten bis in die unmittelbare Gegenwart; Schwerpunkte bilden das Schaffen Mozarts, Beethovens, Schumanns und Schuberts sowie die Meister der klassischen Moderne. Mehrfach spielte er sämtliche Klaviersonaten von Beethoven und von Mozart in Konzertzyklen, 2009 gab er einen Konzertzyklus aller Schubert-Sonaten.

Keiko Urushihara, Violine

Keiko Urushihara begann ihre musikalische Karriere an der High School der Tokyo University of Fine Arts and Music. 1981 erhielt sie den 1.Preis beim 8. Wieniawski International Concours als jungste Kunstlerin und erste Japanerin, die diesen Preis jemals gewonnen hat. 1982 begann sie in Tokio zu studieren. Sie konzertierte in Polen und Deutschland, war Gast im Fernsehen und spielte auf weithin bekannten Musikfestivals wie dem Prager Frühling.

Die Geigerin wurde 1991 als Solistin fur die Europatour der Japan Philharmonic ausgewahlt und schon funf Jahre spater trat sie gemeinsam mit dem Osaka Century Orchestra wahrend dessen Asientour auf. Sie spielte unter der Leitung zahlreicher beruhmter Dirigenten wie Vladimir Spivakov, Ervin Lukacs, Jiri Belahovek und Ferdinand Leitner und konzertierte mit Orchestern wie den Staatlichen Kammervirtuosen Moskau, dem Ungarischen Nationalorchester, der Slovakischen Philharmonie, den Wiener Symphonikern, der Warschauer National-Philharmonie und dem St. Petersburger Philhamonischen Orchester. Derzeit lehrt Keiko Urushihara sowohl an der Tokyo University of Fine Arts and Music als auch an der National University of the Arts.

Karl Leister, Klarinette

Karl Leister wurde in Wilhelmshaven geboren. Den ersten Unterricht erhielt er von seinem Vater, der als Klarinettist Mitglied des Rias-Symphonie-Orchesters war. Von 1953-1956 studierte er an der Hochschule für Musik in Berlin und wurde 1957 im Alter von 19 Jahren Solo-Klarinettist an der Komischen Oper Berlin unter Vaclav Neumann und Walter Felsenstein.

1959 begann seine Tätigkeit als Solo-Klarinettist im Berliner Philharmonischen Orchester unter Herbert von Karajan. Die 30 Jahre des “gemeinsamen Wanderns” mit Karajan war die wichtigste und prägendste Zeit für Karl Leister. Zugleich begann auch seine internationale Karriere als Solist und Kammermusiker. Seine Kammermusikpartner waren u.a. das Amadeus-Quartett, Vermeer-Quartett, Leipziger Streichquartett, Artis-Quartett, Vogler-Quartett, Wilhelm Kempf, Pierre Fournier, Gidon Kremer, Rita Streich, Kathleen Battle sowie als Pianisten James Levine, Ricardo Muti, Gerhard Oppitz, Christoph Eschenbach, Bruno Canino, Elena Bashkirova, Elisabeth Leonskaja, Paul Gulda, Stefan Vladar und Ferenc Bognar. Weiterhin spielte er als Solist unter der Leitung von Herbert von Karajan, Karl Böhm, Seiji Ozawa, Eugen Jochum, Raphael Kubelik, Aaron Copland, Sir Neville Marriner, Paavo Berglund, Rafael Frühbeck de Burgos, Kent Nagano u. a.

Karl Leister ist Mitbegründer der Bläser der Berliner Philharmoniker, Berliner Solisten und des Ensemble Wien-Berlin. Seit Gründung der Herbert-von-Karajan-Akademie des Berliner Philharmonischen Orchesters hat Karl Leister den Nachwuchs unterrichtet, und viele seiner ehemaligen Studenten sind heute in bedeutenden Positionen in deutschen und internationalen Orchestern tätig. Gleichzeitig ist er bei internationalen Festivals und Meisterkursen gefragt. Karl Leister erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen bei nationalen und internationalen Musikwettbewerben. Darüber hinaus hat er nahezu alle Werke der Klarinettenliteratur bei folgenden Labels eingespielt: DGG, Teldec/Warner, Orfeo, D+G, BIS, Nimbus, Sony, Camerata Tokyo,EMI, Philips und andere. 1987 wurde er Ehrenmitglied und Gastprofessor an der Royal Academy of Music London. Von 1993 bis 2002 war Karl Leister Professor an der Hochschule für Musik Berlin “Hanns Eisler”.

Carolin Widmann, Violine

In München geboren, wurde Carolin Widmann bei Igor Ozim in Köln, bei Michèle Auclair in Boston und bei David Takeno in London ausgebildet. Sie ist regelmäßiger Gast bei renommierten Festivals in Luzern, Schleswig-Holstein und Salzburg, beim Enescu Festival in Bukarest, dem Festival D’Automne in Paris sowie bei den Kammermusikfestivals in Lockenhaus, Heimbach und Jerusalem.

Als Solistin konzertierte Carolin Widmann mit dem Gewandhaus-Orchester Leipzig, dem Orchestre National de France (Paris), dem Orchestra di Santa Cecilia (Rom), dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem RSO Wien, BBC Symphony Orchestra London, dem London Philharmonic Orchestra und dem China Philharmonic Orchestra Peking unter Dirigenten wie Riccardo Chailly, Sir Roger Norrington, Silvain Cambreling, Vladimir Jurowski, Emanuel Krivine, Peter Eötvös und Heinz Holliger.

In der Saison 2011/12 wird Carolin Widmann unter anderem die Uraufführung des Violinkonzertes “still” von Rebecca Saunders, mit dem BBC Symphony Orchestra unter der Leitung von Sylvain Cambreling, im Rahmen des Beethovenfestes in Bonn spielen. Gemeinsam mit Alexander Lonquich (Klavier) und Nicolas Altstaedt (Cello) wird sie des Weiteren das choreographische Konzert “gefaltet” (Arbeitstitel) von der renommierten Berliner Choreographin Sasha Waltz und dem Komponisten Mark André bei der Mozartwoche 2012 zur Uraufführung bringen. Weitere Aufführungen des Projektes sind in Berlin, Zürich und Luxemburg geplant.

Carolin Widmanns Debüt-CD “Reflections I” wurde 2006 mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Im September 2008 erschien ihre erste Platte bei ECM mit den Schumann-Sonaten, die sie zusammen mit Dénes Várjon eingespielt hat, und die von der Presse hoch gelobt wurde. Ihre im Herbst 2009 erschienene CD “Phantasy of Spring” mit Werken von Feldman, Zimmermann, Schönberg und Xenakis wurde mit dem diapason d’or und mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik 2010 in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Im Jahr 2012 wird ebenfalls bei ECM eine Aufnahme des Feldman Violinkonzerts sowie eine CD mit Stücken von Franz Schubert erscheinen, die sie gemeinsam mit dem Pianisten Alexander Lonquich aufgenommen hat.

Über ihre Solistentätigkeit hinaus ist Carolin Widmann seit Oktober 2006 Professorin für Violine an der Hochschule für Musik und Theater’ Felix Mendelssohn-Bartholdy’ in Leipzig und wurde kürzlich berufen, ab 2012 die künstlerische Leitung des ältesten Kammermusikfestivals Deutschlands, der Sommerlichen Musiktage Hitzacker, zu übernehmen.

Carolin Widmann spielt eine Violine von G.B. Guadagnini aus dem Jahre 1782.

Monika Harms, Generalbundesanwältin a.D.

Monika Harms, Tochter des Marineoberstabsrichters Adolf Harms, wuchs in Frankfurt am Main auf und lebt heute verheiratet in Hamburg. Von 1974 bis 1980 arbeitete sie in der Hansestadt als Staatsanwältin für Wirtschaftsstrafsachen, anschließend bis 1983 als Richterin am Landgericht und dann bis 1987 am Finanzgericht Hamburg. Harms lehrt seit 1990 an der Bundesfinanzakademie in Brühl und zählt zu den Mitherausgebern der Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht und von Praxis Steuerstrafrecht.

1987 wurde Monika Harms Richterin am Bundesgerichtshof, 1999 den Vorsitzende des in Leipzig ansässigen 5. Strafsenats. Sie wirkte u.a. an den Revisionsentscheidungen gegen Egon Krenz wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze (1999) sowie gegen die “La Belle”-Attentäter (2003) mit. Beteiligt war sie auch an der Aufhebung des Augsburger Urteils gegen Max Strauß, den Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, wegen Steuerhinterziehung.

Seit Juni 2006 war Monika Harms Generalbundesanwältin. In dieser Funktion stellte sie u.a. im Dezember 2007 die Aufhebung des Urteils gegen den im Reichstagsbrandprozess verurteilten Holländer Marinus van der Lubbe fest.

2008 wurde Monika Harms zur Honorarprofessorin für das Fachgebiet Strafrecht, Strafprozessrecht und Steuerstrafrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ernann. Mit Erreichen ihres 65. Lebensjahres trat sie Ende September 2011 in den Ruhestand.

Da Sol Kim, Klavier

Der Pianist Da Sol Kim ist 1989 in Pusan (Südkorea) geboren. Von 2002 bis 2006 studierte er Klavier an der Kunstoberschule (Fachrichtung Musik) in Pusan bei In Il Kim und als Mitglied der Nachwuchsförderklasse der University of National Arts in Seoul bei Prof. Jong Phil Lim. Im Oktober 2006 nahm er sein Klavierstudium an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” in Leipzig bei Prof. Gerald Fauth auf.

Schon als Jugendlicher errang Da Sol Kim zahlreiche Preise. 2004 war er Preisträger beim nationalen Musikwettbewerb des Pusan MBC Broadcasting, im selben Jahr gewann er den Musikwettbewerb der Ulsan Universität. 2005 errang er den 1. Preis des Internationalen Musikwettbewerbs Nagoya (Japan) und den 2. Preis des Internationalen Musikwettbewerbs Isang Yun in Gyeongnam (Korea). 2006 war er 1. Preisträger des Internationalen Asia Chopin Wettbewerbs in Japan. 2008 gewann er beim XI. Internationalen Robert-Schumann-Wettbewerb und beim Internationalen Klavierwettbewerb von Genf jeweils den überaus respektablen 3. Preis. Im Jahr 2010 war er Preisträger des bedeutenden Internationalen Klavierwettbewerbs “Concours Reine Elisabeth” in Brüssel, 2011 beim ARD Musikwettbewerb.

Seit 2006 entfaltet Da Sol Kim eine rege Konzerttätigkeit. Als Solist trat er 2006 im Rahmen des “Rising Star Piano Recital” beim Internationalen Musikfestival in Pusan, beim “Great Pianists Konzert” des Euro Art Music Festivals in Leipzig und beim Festival “Junge Meisterpianisten” in Bayreuth auf. 2006 gab er als Solist einen Klavierabend in Schneeberg (Erzgebirge), 2007 wirkte er im März, Juli und November an Klavierabenden in Leipzig mit. Im selben Jahr spielte er mit dem Miracle Chamber Orchestra in Leipzig das Klavierkonzert von Robert Schumann. 2008 musizierte der Pianist im Rahmen eines Familienkonzerts im Konzerthaus Berlin, nahm an der X. Schumanniade im Robert und Clara Schumann-Haus in Leipzig teil, gab einen Klavierabend im Bundesverwaltungsgericht und spielte mit dem Sinfonie-Orchester der Musikhochschule in Leipzig das 1. Klavierkonzert von Brahms. Mit demselben Orchester spielte er im November 2009 im Gewandhaus das Klavierkonzert b-moll von Tschaikowski.

Barbara Buntrock, Viola

Barbara Buntrock, geboren 1982, erhielt ersten Violinunterricht im Alter von 5 Jahren. Nach dem Wechsel zur Viola studierte sie bei Werner Dickel, Prof. Barbara Wetphal und Heidi Castleman, danach an der Hochschule für Musik “Hanns Eisler” Berlin Konzertexamen bei Lars Anders Tomter und Tabea Zimmermann-Sloane. Außerdem besuchte die Bratscherin zahlreiche Meisterkurse wie die Verbier Festival Academy oder die IMAS (International Music Academy of Switzerland), bei denen sie mit Musikern wie u.a. Seiji Ozawa, Nobuko Imai, Gabor Takacz-Nagy, Kim Kashkashian, Anner Bylsma oder Bruo Giuranna arbeitete.

Barbara Buntrock ist erste Preisträgerin des Internationalen Musikwettbewerbs Markneukirchen 2007, Preisträgerin des Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerbs 2008, des Deutschen Musikwettbewerbs 2006, des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD München 2004 und des Concours de Genève 2005.

2008 wurde sie von ihrer Heimatstadt Wuppertal mit dem Von-der-Heydt-Förderpreis ausgezeichnet für “… eine auffallende, stetige musikalische Entwicklung und Reifung einer jungen Künstlerpersönlichkeit: In vielen Konzerten – solistisch und als Kammermusikerin – überzeugen ihre hohe Musikalität und ihr ausdrucksstarkes, klangsinnliches Spiel”.

Als Solistin trat die Bratscherin u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Sinfonieorchester Wuppertal, dem Kurpfälzischen Kammerorchester, dem Südwestdeutschen Kammerorchester, den Bergischen Symphonikern, den Bochumer Symphonikern und der Südwestfälischen Philharmonie auf.

Barbara Buntrock war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben. 2009 wurde sie als 1. Solo-Bratscherin Mitglied des Gewandhausorchesters Leipzig, seit 2011 tritt sie weltweit als freie Kammermusikerin auf. Sie spielt eine Viola von Antonio Mariani aus Pesaro (ca. 1650), die früher das Instrument des berühmten Bratschisten Lionel Tertis war.

Rachel Schmidt, Violine

Ihr Vater war Konzertmeister und wurde ihr erster Geigenlehrer. Bereits mit zwölf Jahren gab Rachel Schmidt ihr Konzertdebüt mit dem Philharmonischen Staatsorchester Bremen. Ihr Musikstudium begann sie 1988 als Jungstudierende an den Hochschulen für Musik in Hamburg, Lübeck und Saarbrücken, von 1991 bis 1995 absolvierte sie ihre Ausbildung zur Orchestermusikerin bei Valery Klimov an der Hochschule des Saarlandes. Ein Stipendium des DAAD ermöglichte ihr den Besuch der Meisterklasse von Igor Ozim in Bern. Es folgte von 1998 bis 2000 ein Aufbaustudium an der Hochschule der Künste Berlin bei Thomas Brandis, das sie mit Konzertexamen abschloß.

Wichtige musikalische Impulse sammelte die Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe als Stipendiatin der Villa Musica und bei Meisterkursen von Ruggiero Ricci, Ida Haendel und Isaac Stern. 2001 wurde sie Mitglied der Berliner Philharmoniker. Im Scharoun Ensemble musiziert Rachel Schmidt seit 2010. Außerdem wirkt sie bei den Philharmonischen Streichersolisten, der Philharmonischen Camerata Berlin und im Venus Ensemble Berlin mit.

Mathias Kiesling, Traversflöte

Mathias Kiesling studierte zunächst Querflöte bei Karl-Heinz Passin und Irmela Boßler sowie Traversflöte bei Benedek Csalog in seiner Heimatstadt Leipzig. Meisterkurse bei Caryn Levine und Barthold Kuijken ergänzten seine Ausbildung und vertieften sein Verständnis für die Musik aus über drei Jahrhunderten.

Sein besonderes Interesse an der Musik des 17. und 18. Jahrhunderts verbindet ihn inzwischen mit namhaften Ensembles der historischen Aufführungspraxis wie dem Leipziger Barockorchester, der Lautten-Compagney Berlin, dem Sächsischen Barockorchester und dem Telemannischen Collegium Michaelstein. Produktionen für Rundfunk, Fernsehen und CD dokumentieren sein breitgefächertes musikalisches Schaffen.

Mathias Kiesling spielt auf einer Traversflöte von Martin Wenner (Singen), gebaut nach einem Original von J. J. Quantz (ca.1750), welches auf Schloß Hohenzollern zu besichtigen ist.

Daniel Ochoa, Bariton

Der Leipziger Daniel Ochoa war Mitglied des Gewandhaus Kinder- und Jugendchors. Ab 1999 absolvierte er sein Gesangstudium bei Professor Anthony Baldwin (Rostock) und Professor Hans-Joachim Beyer (Leipzig). Bei Sängern und Pädagogen wie Dietrich Fischer-Dieskau, Rudolf Piernay, Marianne Fischer-Kupfer, Horst Günter, Reiner Goldberg, Thomas Quasthoff, Matthias Goerne und Kammersängerin Christa Maria Ziese rundete Daniel Ochoa seine gesangliche Ausbildung ab. Der Bariton musizierte bereits in so bedeutenden Konzerthäusern wie der Berliner Philharmonie und dem Leipziger Gewandhaus und war darüber hinaus bei Festivals wie dem Luzern Festival, dem Flandern Festival, den Dresdner Tagen für zeitgenössische Musik, dem MDR Musiksommer und dem Leipziger Bachfest zu Gast. Konzertreisen führten Daniel Ochoa durch viele Länder Europas und bis nach Japan. Zu seinen musikalischen Partnern zählen unter anderem das Gewandhausorchester Leipzig, die Dresdner Philharmonie, die Radiophilharmonie des Norddeutschen Rundfunks, das Telemann Chamber Orchestra Tokyo sowie der Dresdner Kreuzchor und der Thomanerchor.

Viktorija Kaminskaite, Sopran

Viktorija Kaminskaite ist seit der Spielzeit 2008/09 festes Ensemblemitglied an der Oper Leipzig, wo sie in der laufenden Saison als Donna Fiorilla (“Il Turco in Italia”) einen großen Erfolg feierte und in den Rollen der Ninetta (“Die Liebe zu den drei Orangen”), Ismene (“Alkestis”) und Donna Anna (“Don Giovanni”) debütierte. Zuvor sang sie an dem Haus bereits Pamina (“Zauberflöte”), Zerlina (“Don Giovanni”), Najade (“Ariadne auf Naxos”), Sacerdottessa (“Aida”), Gretel (“Hansel und Gretel”) und Blumenmadchen (“Parsifal”). In der kommenden Saison wird sie als Fiordiligi (“Cosi fan tutte”) auftreten.

Ihre ersten Erfahrungen auf der Opernbuhne sammelte die Sopranistin in Hochschulproduktionen von Brittens “The Turn of the Screw”, in der Titelpartie von Händels “Alcina” sowie an der Oper Leipzig. Im Rahmen eines EU-Stipendiums sang sie die Zerlina an der Komischen Oper Berlin. In der Spielzeit 2006/07 trat sie ihr erstes Festengagement am Anhaltischen Theater Dessau an, wo sie mit Johannes Felsenstein arbeiten konnte. Dort war sie u. a. als Pamina, Xenia (“Boris Godunov”), Philine (“Mignon”) und Mascha (“Zarewitsch”) zu hören.

Auf der Konzertbühne war sie u. a. in Bachs Weihnachtsoratorium, Haydns “Schöpfung”, Mozarts Requiem, “Krönungsmesse” und “Exsultate Jubilate” sowie in Brahms’ “Ein deutsches Requiem” zu erleben. In einer konzertanten Aufführung mit Fernsehübertragung von Ranzatos “Il Paese die Campanelli” sang sie unter der Leitung von Fabio Luisi. Unter dessen Leitung war sie auch in Mendelssohn-Bartholdys “Elias” mit dem MDR Sinfonieorchester zu hören. Dasselbe Werk sang sie auch in der Münchner Philharmonie an der Seite von Bo Skohvus. Mit den Stuttgarter Philharmonikern war sie unter Leitung von Gabriel Feltz in Beethovens 9. Sinfonie zu hören. Dort war sie später auch als Rezia in Webers “Oberon” sowie in Mahlers “Auferstehungssinfonie” zu Gast.

Viktorija Kaminskaite wurde in Vilnius geboren, studierte dort Chorleitung und begann anschließend ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bei Helga Forner und Regina Werner-Dietrich. Derzeit arbeitet sie mit Peter Berne. Meisterkurse absolvierte sie bei Daphne Evangelatos, Carlos Montane, Grace Bumbry, Edith Wiens und Simon Estes. 2006 konnte sie den Leipziger Lortzing- Wettbewerb für sich entscheiden.

Florence Sitruk, Harfe

Florence Sitruk wurde in Heidelberg als Kind deutsch-französischer Eltern geboren und lebt heute in Berlin. Wie wenige Soloharfenistinnen unserer Zeit erfährt sie die für die Harfe als Soloinstrument internationale Anerkennung und wird auf allen vier Kontinenten regelmäßig eingeladen. 15-jährig gab sie ihr Debüt mit der Camerata Academica Salzburg und musiziert seither mit renommierten nationalen und internationalen Orchestern, wie u.a. den Festival Strings Lucerne, dem Deutschen-Symphonie Orchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, den Berliner Sinfonikern, der Neusser Kammerakademie, den Litauischen Philharmonikern, den Freiburger Barocksolisten. Ihre Konzertverpflichtungen in der Saison 2010 führten sie nach Australien, Rio de Janeiro, New York, Salt Lake City, Berlin, Leipzig, St. Petersburg und zu den Niedersächsischen Musiktagen, nach Kuala Lumpur und nach Hongkong.

Florence Sitruk, die ihre Diplome an den Hochschulen für Musik in Stuttgart, Paris und zuletzt ihr Solistendiplom mit Auszeichnung an der Indiana University/USA erhielt, hat parallel ein Studium der Philosophie und der Musikwissenschaft absolviert. Sie zählt zu ihren prägenden Lehrern den legendären Pianisten György Sebök und Susann McDonald. Seit 2005 ist sie die nach wie vor jüngste Professorin ihres Fachs an der Haute Ecole de Musique de Genève. Seit 2008 leitet sie ihr eigenes Festival Elias Parish Alvars (1808-1849) in Devon/England. Zuletzt wurde sie zur neuen künstlerischen Leitung des renommierten Musikfestivals “Les Muséiques” in Basel, gegründet von Gidon Kremer ernannt, und wird im April 2011 ihre erste Edition vorstellen.

Ihre Leidenschaft für neue Werke zeitgenössischer Komponisten und die Wiederentdeckung vergessener hat Pionierarbeit hervorgebracht: Sie gab zahlreiche ihr gewidmete Erst- und Uraufführungen von Komponisten, wie Ami Ma’ayani, György Kurtág, Robert HP Platz, Jörn Arnecke, Samir Odeh-Tamimi, u.a. Sie war die erste Harfenistin als deutsche Kandidatin im Eurovionswettbewerb 1992 ebenso wie bei ihrem Debüt im DeutschlandRadio in der Philharmonie Berlin. Zusammen mit dem Auswärtigen Amt hat sie an der Litauischen Musikakademie seit 2000 eine international erfolgreiche Harfenklasse aufgebaut, die heute zu den internationalen ersten Preisträgern gehört.

Im November 2009 initierte sie mit Echo Deutschland e.V. (Experience can help others), gemeinnütziger Verein zur Bewältigung der Folgen von Flugzeugkatastrophen, das weltweit einzige Benefizkonzert in memoriam ihrer auf dem Flug Air France Rio de Janeiro-Paris verunglückten Kollegin Ceren Necipoglu (Türkei).

Adrian Brendel, Violoncello

Adrian Brendel, 1976 in London geboren, studierte am Winchester College, an der Cambridge University und an der Musikhochschule Köln bei Frans Helmerson. Zu seinen weiteren Lehrern gehören auch Alexander Baillie, Miklos Perenyi und William Pleeth, die sein frühes Interesse und seine intensive Beschäftigung mit dem Kammermusikrepertoire gefördert haben . Er nahm an Meisterklassen von Mitgliedern des Alban Berg Quartetts sowie von Gyorgy Kurtag teil und wurde als “Young artist in residence” vom Lincoln Center in New York als Mitglied ihrer vielfältigen und angesehenen “Chamber Music Society” ab Oktober 2002 eingeladen.

Der Cellist ist regelmäßiger Gast der Festivals in Aldeburgh, Cheltenham, Oxford, Rheingau, der Festspiele in Mecklenburg-Vorpommern sowie der Berliner Festwochen und der Schubertiade in Schwarzenberg. Er tritt als Kammermusiker und Solist im In- und Ausland auf, darunter an so verschiedenen Orten wie der Berliner Philharmonie, dem Zollverein Essen, dem Teatro Colon in Buenos Aires und der Wigmore Hall, wo er 1999 sein Londoner Debut mit großem Beifall gab. Er musiziert regelmäßig mit Partnern wie Tim Horton, Till Fellner, Paul Lewis, Imogen Cooper, Daniel Hope, Lawrence Power, Katharine Gowers sowie dem Jerusalem Quartet und hat bereits Aufnahmen für den BBC, NDR, WDR und für Deutschlandradio gemacht.

Große Bedeutung hat die enge musikalische Verwandtschaft mit seinem Vater Alfred Brendel, mit dem er ab Januar 2003 die Werke für Klavier und Violoncello von Beethoven aufgeführt hat. Regelmäßig begleitet er die Lesungen seines Vaters mit ausgewählten Solowerken für Cello.

Während einer ausgedehnten Europa-Tournee im Frühjahr 2011 führt sein Klaviertrio mit dem Pianisten Till Fellner und der Geigerin Lisa Batiashvili ein neues Trio von Sir Harrison Birtwistle auf, dessen Werk Bögenstrich Adrian Brendel zusammen mit Till Fellner und Roderick Williams im Rahmen des Cheltenham Festivals 2009 uraufführte. In jüngster Zeit konzertierte Adrian Brendel unter anderem in Bonn, Hannover, Dresden, Wien und bei den Festivals in Schleswig Holstein, Bath und Verbier sowie an der Seite des Scottish Chamber Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields und der Sinfonia Varsovia u.a.. Einen besonderen Schwerpunkt setzte er in der Saison 2009/10 auf die zyklische Aufführung aller Cello-Suiten von J. S. Bach. Adrian Brendel ist Mitbegründer der jährlich im August/September in Dorset/England stattfindenden Kammermusikserie “Music at Plush”.

Thomas Oertel-Gormanns, Bass

In Dresden geboren, erhielt Thomas Oertel-Gormanns zunächst eine breite musikalische Ausbildung in den Fächern Violine, Klavier und Gesang. In den Jahren 1988/89 war er Ensemblemitglied des Theaters Bautzen. Dann studierte er Gesang an der Hochschule für Musik “Carl Maria von Weber” in Dresden bei Ingrid Neumann, wo er 1994 sein Diplom machte. Seit 1993 ist Thomas Oertel-Gormanns Mitglied des Ensembles der Oper Leipzig. Im Jahre 2002 nahm er erfolgreich am Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb in Leipzig teil, Eine regelmäßige Zusammenarbeit verbindet ihn mit Thomanerchor und Gewandhausorchester unter Thomaskantor Georg Christoph Biller, dem MDR- und dem NDR-Orchester sowie dem Orchester der Komischen Oper Berlin, der Dresdner Philharmonie und den Barockensembles Stuttgart, Hamburg und Leipzig. Sein Repertoire umfasst Kantaten, Oratorien, Messen, Passionen und Requiemvertonungen u.a. von Bach, Mozart, Schütz, Telemann, Händel, Haydn, Brahms und Mendelssohn.

Eckhart Kuper, Hammerflügel

Eckhart Kuper, geb. 1961, studierte von 1980 bis 1986 an der Hochschule für Musik und Theater Hannover Kirchenmusik und Komposition. Anschließend setzte er sein Studium bei Hans van Nieuwkoop (Konzertfach Orgel) am Sweelinck-Conservatorium in Amsterdam fort; dann, wiederum in Hannover, bei Lajos Rovatkay (Soloklasse Cembalo, Konzertexamen 1991). Er ist Lehrbeauftragter für Historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig sowie für Cembalocontinuo (im Rahmen des Studiengangs Kirchenmusik) an der Hochschule für Musik und Theater Hannover. Bis Sommer 2005 war er außerdem als Orgeldozent an der Hochschule für Künste in Bremen tätig.

An Cembalo und Orgel wie auch an Clavichord und Hammerflügel konzertiert Eckhart Kuper als Solist, in Ensembles für Alte Musik (u.a. “La Ricordanza” und “Leipziger Concert”) und mit verschiedenen Orchestern. Sein besonderes Interesse gilt den historischen Tasteninstrumenten, ihrer Spielart und ihren Klangeigenschaften. Er forscht und experimentiert auf diesem Gebiet vor allem in Bezug auf das Cembalo. Die Ergebnisse fließen in seine Interpretationen, Improvisationen, Kompositionen und in seinen Unterricht ein. Seit einiger Zeit beschäftigt er sich, angeregt von dem amerikanischen Cembalobauer Keith Hill und auch von frühen Musikaufnahmen, insbesondere mit den Elementen in der Musik, die der Sprache nahe kommen.

1995 war Eckhart Kuper Finalist beim Internationalen Bach-Orgelwettbewerb in Haarlem (Niederlande).

Christoph von der Nahmer, Violine

Christoph von der Nahmer, ViolineChristoph von der Nahmer erhielt als Fünfjähriger seinen ersten Geigenunterricht. Er studierte an der Hochschule der Künste Berlin bei Thomas Brandis. Bevor er 1997 Mitglied der Berliner Philharmoniker wurde, war Christoph von der Nahmer schon als Solist mit verschiedenen Orchestern aufgetreten.

Scharoun Ensemble Berlin

Das Scharoun Ensemble Berlin wurde 1983 von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker gegründet. Schon der erste öffentliche Auftritt dieses Ensembles in Berlin überzeugte die Kritik bei der Wiedergabe des Schubertschen Oktetts durch “ausgefeilte Klangschönheit” und “eine Geschlossenheit und Intensität, die auf ein hohes Maß an Verständigung und Einverständnis aller beteiligten Musiker hindeutet” (Der Tagesspiegel).

Der Name des Architekten Hans Scharoun (1893-1972) ist untrennbar mit der Berliner Philharmonie, seiner bedeutendsten Schöpfung, verbunden. Dieser Konzertsaal hat weltweit Maßstäbe gesetzt. Hier wurde Raum geschaffen für ein Musizieren im Geist der Vermittlung von Tradition und Experiment, im Dienst menschlicher Kommunikation und Verständigung. Mit ihrer Orientierung am Vermächtnis Hans Scharouns bringen die acht Musiker ein künstlerisches Selbstverständnis zum Ausdruck, das sich dem Erbe der Vergangenheit und den Herausforderungen der Gegenwart gleichermaßen verpflichtet.

Die Besetzung des Ensembles besteht aus der klassischen Oktettformation: Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Viola, Violoncello und Kontrabaß. Beethovens Septett, Schuberts Oktett, sowie Kammermusikwerke von Mozart und Brahms stehen im Mittelpunkt des klassisch-romantischen Repertoires. Häufig werden die Programme bereichert durch die Mitwirkung weiterer Musiker der Berliner Philharmoniker sowie namhafter Dirigenten und Solisten. So konzertierte das Ensemble in den vergangenen Jahren z.B. unter der Leitung von Claudio Abbado, Daniel Barenboim, Sir Simon Rattle und Pierre Boulez.

Das breit gefächerte Repertoire des Scharoun Ensembles umfaßt neben den großen Werken der klassischen und romantischen Literatur auch eine Vielzahl weniger bekannter Werke für verschiedene Besetzungen. Einen unverkennbaren Schwerpunkt bildet die Musik des 20. Jahrhunderts. Das Scharoun Ensemble hat zahlreiche Werke bedeutender Komponisten der Gegenwart aufgeführt, die zum großen Teil auf Anregung des Ensembles hin entstanden sind. So gehören Werke von Hans Werner Henze, György Ligeti, Isang Yun, György Kurtag, Matthias Pintscher, Thomas Ades, Jörg Widmann und vieler anderer zum festen Bestandteil des Repertoires. Regelmäßige Konzertreisen sowie Auftritte bei den großen europäischen Musikfestivals haben den Ruf des Scharoun Ensembles als eines der profiliertesten Kammermusikensembles Deutschlands bestätigt.

Wolfram Brandl, Violine

Bevor Wolfram Brandl, geboren 1975 in Würzburg, in die Gruppe der Ersten Violinen bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurde hatte er als Konzertmeister im Bundesjugendorchester gespielt. Den ersten Violinunterricht erhielt er als Neunjähriger von seinem Vater. Ein Stipendium der Jürgen-Ponto-Stiftung ermöglichte ihm die weitere Ausbildung bei Uwe-Martin Haiberg an der Hochschule der Künste Berlin. Wolfram Brandl hat in der Vergangenheit mit verschiedenen Orchestern als Solist konzertiert und ist für seine solistischen Aktivitäten wie auch als Geiger des Trio Echnaton mehrfach mit Preisen ausgezeichnet worden.

Alexander Bader, Klarinette

Die Klarinette war für Alexander Bader die »Belohnung« für die bestandene Aufnahmeprüfung als Jungstudent im Fach Klavier an der Hochschule der Künste Berlin. Das silberne Glitzern auf schwarzem Holz und der weiche, warme Klang faszinierten ihn von Anfang an und so studierte er neben seinem Hauptfach ebenfalls an der HdK Berlin noch Klarinette bei Manfred Preis und Peter Rieckhoff. Nach dem Abschluss des Orchesterdiploms wechselte er in die Solistenklasse von Wolfgang Meyer an der Staatlichen Hochschule für Musik Karlsruhe. 1990 wurde er Mitglied der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit deren Bläsersolisten er 1998 den Echo-Klassik Preis erhielt. 2002 ging er als Erster Solo-Klarinettist an die Komische Oper Berlin.

Daneben spielte er regelmäßig u.a. an der Bayerischen Staatsoper München und bei den Münchner Philharmonikern. 2006 wechselte Alexander Bader zu den Berliner Philharmonikern. Der Musiker, der sich seit 1994 auch der historischen Aufführungspraxis auf Originalinstrumenten widmet und regelmäßig mit Ensembles wie Concentus Musicus Wien, dem Balthasar-Neumann-Ensemble oder der Akademie für Alte Musik Berlin konzertiert, gehört seit der Saison 2006/2007 zum Scharoun Ensemble. Der Vater von zwei Söhnen kocht leidenschaftlich gern und liebt es, sich in seiner Freizeit mit Joggen, Radfahren und Drachenfliegen sportlich zu betätigen.

Markus Weidmann, Fagott

Markus Weidmann studierte Fagott an der Musikhochschule Hannover bei Klaus Thunemann. Von 1993 bis 1995 war er als Stipendiat der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker Schüler von Stefan Schweigert. Bevor Markus Weidmann bei den Berliner Philharmonikern aufgenommen wurde, spielte er u. a. im European Union Youth Orchestra, im Philharmonischen Orchester Kiel und in der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Kammermusikalisch ist Markus Weidmann auch mit dem Gutenberg-Ensemble und dem Philharmonischen Oktett aufgetreten. Seit 2006 ist er Mitglied des Scharoun-Ensembles.

Wolf-Dietrich Rammler, Schauspieler

Wolf-Dietrich Rammler, geboren 1952 in Apolda/Thüringen, wurde von 1976 bis 1980 an der Leipziger Theaterhochschule zum Schauspieler ausgebildet. Zu seinen erstrangigen Lehrern zählten Manfred Zetzsche, Gert Gütschow und Friedhelm Eberle vom Städtischen Schauspielhaus, dem er selbst von 1980 bis 1994 angehörte. Aus der Fülle der von ihm an dieser bedeutenden Bühne ebenso prägnant wie vielschichtig gestalteten Charakterrollen seien erwähnt: Voland (Der Meister und Margarita/Michael Bulgakow), Trigorin (Die Möwe/Anton Tschechow), Euphorion (Faust II/Johann Wolfgang Goethe), Sohn (Ella/Herbert Achternbusch), Podsekalnikow (Der Selbstmörder/Nikolai Erdman), Kurt (Totentanz/August Strindberg), Awdij/Jesus (Die Richtstatt/Tschingis Aitmatow), Chlestakow (Der Revisor/Nikolai Gogol).

Seine intensive Figurengestaltung zeichnete sich stets durch vorzügliche Sprechkunst aus, die vielfältigen schauspielerischen Mittel reichten bis zu den Grenzfällen des wahnwitzig Ekstatischen (Strindberg), des verstörend Tragischen (Aitmatow) wie des Grotesken und absurd Komischen (Gogol). Mit der Pianistin Prof. Gerlinde Otto gründete er das seitdem gefragte, in wechselnder Besetzung mit den Klavierpartnern Ketevan Warmuth und Frank Peter deutschlandweit gastierende Spezialensemble für musikalisch-literarische Programme ‘littera et musica’, mit dem er musikverwobene weltliterarische Texte wie die Goethebearbeitung ‘Werthers Leiden’, Tiecks ‘Die schöne Magelone’, Mörikes ‘Mozart auf der Reise nach Prag’, ‘Die Fantasien des Edgar Allan Poe’ u. a. erfolgreich zur Aufführung brachte. Neben seiner Film- und Fernseharbeit (Polizeiruf 110, Tatort, Soko Leipzig, In aller Freundschaft, Tierärztin Dr. Mertens) wird Wolf-Dietrich Rammler wiederholt vom MDR-Hörfunk für große Produktionen oder Hörbuchaufnahmen verpflichtet (“In 80 Tagen um die Erde” / Verne, “Das dritte Buch über Achim” / Johnson, “Lachsfischen in Jemen” / Torday). 2008 war er an der mit dem weltweit angesehensten Hörspielpreis, dem “Prix Italia” ausgezeichneten Radio Satire “Santo subito – Sofort heilig” des österreichischen Autors und Regisseurs Eberhard Petschinka als Sprecher beteiligt, einer Gemeinschaftsproduktion von MDR und ORF.

Seit 1995 ist Wolf-Dietrich Rammler als Dozent (2010 Ernennung zum Professor) für Szenenstudium und Künstlerisches Wort am Schauspielinstitut ‘Hans Otto’ der Leipziger Hochschule für Musik und Theater ‘Felix Mendelssohn Bartholdy’ tätig. Dort trat er auch zum traditionellen Theatersommer der Schauspielstudenten als Regisseur von Shakespearestoffen (2006 “Sommer-Nacht-Traum”, 2009 “Romeo und Julia”) in Erscheinung.

Julia Kirchner, Sopran

Julia Kirchner, 1981 in Friedrichroda / Thüringen geboren, studierte Gesang und Gesangspädagogik an der Hochschule für Musik und Theater “Felix Mendelssohn Bartholdy” Leipzig bei Hermann Christian Polster und Jeanette Favaro-Reuter sowie an der Guildhall School of Music and Drama London bei Penelope MacKay. 2009 legte sie ihr Konzertexamen in Leipzig ab. Zusammen mit der Pianistin Nao Aiba absolviert sie außerdem ein Aufbaustudium zur Künstlerischen Liedgestaltung bei Karl Peter Kammerlander an der Hochschule für Musik “Franz Liszt” Weimar und betreibt Studien der Romanistik mit den Schwerpunkten Italienisch und Französisch an den Universitäten Leipzig und Roma Tre. Ihre künstlerische Ausbildung ergänzten Meisterkurse u. a. bei Edith Wiens, Rudolf Jansen, Peter Schreier, Sally Burgess, Jessica Cash, Graham Johnson und Grace Bumbry. Im Bereich Alte Musik arbeitet sie mit Sara Mingardo am Conservatorio di Musica Santa Cecilia in Rom und mit Marek Rzepka in Leipzig. Einblicke in die Kunst der Barockgestik bekam sie durch Sigrid T’Hooft, Margit Legler, Sharon Weller und Nils Niemann.

Die Sopranistin gibt regelmäßig Liederabende, wobei sie sich besonders den Liedern der deutschen Romantik, wie auch dem englischen und französischen Repertoire widmet. Als Konzertsängerin ist sie im In- und Ausland tätig. Sie gastierte in Festivals wie den Händelfestspielen Halle, dem Bachfest Leipzig, La Chaise Dieu, den Max-Reger-Tagen Weiden sowie den Thüringer Bachwochen und konzertierte u. a. mit der Staatskapelle Dresden, dem Orchester der Komischen Oper Berlin, dem Gewandhaus Orchester Leipzig unter der Leitung von Thomaskantor Georg Christoph Biller sowie mit Le Concert Lorrain, La Banda und dem Telemannischen Collegium Michaelstein unter Ludger Rémy. Opernerfahrungen sammelte sie in verschiedenen Aufführungen der Musikhochschule Leipzig. Ihr besonderes Interesse gilt der Barockoper.

Julia Kirchner ist Preisträgerin mehrerer Wettbewerbe, so unter anderem 2005 beim Internationalen Gesangswettbewerb der Kammeroper Schloss Rheinsberg, wo sie als “Knusperhexe” in Humperdincks Oper “Hänsel und Gretel” debütierte. 2008 war sie Finalistin im Internationalen Johann-Sebastian-Bach-Wettbewerb Leipzig.

Rundfunk- und Fernsehaufzeichnungen entstanden in Zusammenarbeit mit MDR Figaro und ARTE.