Florence Sitruk, Harfe

Florence Sitruk wurde in Heidelberg als Kind deutsch-französischer Eltern geboren und lebt heute in Berlin. Wie wenige Soloharfenistinnen unserer Zeit erfährt sie die für die Harfe als Soloinstrument internationale Anerkennung und wird auf allen vier Kontinenten regelmäßig eingeladen. 15-jährig gab sie ihr Debüt mit der Camerata Academica Salzburg und musiziert seither mit renommierten nationalen und internationalen Orchestern, wie u.a. den Festival Strings Lucerne, dem Deutschen-Symphonie Orchester Berlin, den Dresdner Philharmonikern, den Berliner Sinfonikern, der Neusser Kammerakademie, den Litauischen Philharmonikern, den Freiburger Barocksolisten. Ihre Konzertverpflichtungen in der Saison 2010 führten sie nach Australien, Rio de Janeiro, New York, Salt Lake City, Berlin, Leipzig, St. Petersburg und zu den Niedersächsischen Musiktagen, nach Kuala Lumpur und nach Hongkong.

Florence Sitruk, die ihre Diplome an den Hochschulen für Musik in Stuttgart, Paris und zuletzt ihr Solistendiplom mit Auszeichnung an der Indiana University/USA erhielt, hat parallel ein Studium der Philosophie und der Musikwissenschaft absolviert. Sie zählt zu ihren prägenden Lehrern den legendären Pianisten György Sebök und Susann McDonald. Seit 2005 ist sie die nach wie vor jüngste Professorin ihres Fachs an der Haute Ecole de Musique de Genève. Seit 2008 leitet sie ihr eigenes Festival Elias Parish Alvars (1808-1849) in Devon/England. Zuletzt wurde sie zur neuen künstlerischen Leitung des renommierten Musikfestivals “Les Muséiques” in Basel, gegründet von Gidon Kremer ernannt, und wird im April 2011 ihre erste Edition vorstellen.

Ihre Leidenschaft für neue Werke zeitgenössischer Komponisten und die Wiederentdeckung vergessener hat Pionierarbeit hervorgebracht: Sie gab zahlreiche ihr gewidmete Erst- und Uraufführungen von Komponisten, wie Ami Ma’ayani, György Kurtág, Robert HP Platz, Jörn Arnecke, Samir Odeh-Tamimi, u.a. Sie war die erste Harfenistin als deutsche Kandidatin im Eurovionswettbewerb 1992 ebenso wie bei ihrem Debüt im DeutschlandRadio in der Philharmonie Berlin. Zusammen mit dem Auswärtigen Amt hat sie an der Litauischen Musikakademie seit 2000 eine international erfolgreiche Harfenklasse aufgebaut, die heute zu den internationalen ersten Preisträgern gehört.

Im November 2009 initierte sie mit Echo Deutschland e.V. (Experience can help others), gemeinnütziger Verein zur Bewältigung der Folgen von Flugzeugkatastrophen, das weltweit einzige Benefizkonzert in memoriam ihrer auf dem Flug Air France Rio de Janeiro-Paris verunglückten Kollegin Ceren Necipoglu (Türkei).

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