Jan Vogler, Violoncello

Die anhaltende Erweiterung seines Horizonts ist für Jan Vogler eine der wichtigsten Aspekte als Mensch und als Musiker. Seit er sich seinem Instrument verschrieben hat, arbeitet er beständig daran, das Farbspektrum seines Celloklangs auszudehnen, verfeinert im ständigen Dialog mit renommierten zeitgenössischen Komponisten und Interpreten seine musikalische Sprache – mit aller Leidenschaft und immer auch mit dem nötigen Maß Risiko. Die New York Times bewunderte Jan Voglers “lyrisches Gespür”, das Gramophone Magazine lobt seine “schwindelerregende Virtuosität” und die Frankfurter Allgemeine Zeitung attestiert ihm die Gabe, “sein Cello wie eine Singstimme sprechen lassen zu können”, “From Screaming to singing – Jan Vogler and his cello” titelte 2004 das Strad-Magazin.

Jan Vogler ist ein weltweit gefragter Solocellist, Engagements führten ihn zuletzt in die USA, nach Asien und Europa. In Deutschland spielte er u.a. mit dem mdr-Sinfonierorchester, der Dresdner Philharmonie, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Saarbrücken, der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin, dem Philharmonischen Orchester Freiburg, dem Philharmonischen Staatsorchester Halle und dem Münchener Kammerorchester. Im Oktober 2007 erhielt er den Europäischen Kulturpreis in der Sparte Musik.

Jan Vogler, der heute mit seiner Frau und beiden Töchtern sowohl in Dresden als auch New York lebt, begann seine Karriere als erster Solocellist in der Staatskapelle Dresden im Alter von 20 Jahren. Diese Position gab er 1997 auf, um sich ganz auf seine erfolgreiche Tätigkeit als Solist zu konzentrieren, zu deren Höhepunkten die Auftritte mit dem New York Philharmonic unter Lorin Maazel sowohl in New York als auch im Rahmen der Wiedereröffnung der Dresdner Frauenkirche gehörten. Jan Vogler spielt ein Cello von Domenico Montagnana ‘Ex- Hekking’ von 1721.

Jan Voglers Orchesterrepertoire enthält neben bekanntem Repertoire für das Violoncello auch so ausgefallene Werke wie das Cellokonzert “Dunkle Saiten” des Komponisten Jörg Widmann, das Jan Vogler gewidmet ist, die Konzerte von Samuel Barber oder auch das hochvirtuose Konzert von Michael Haydn. Zusammen mit dem New York Philharmonic gestaltete er die Uraufführung der Berceuse for Dresden des englischen Komponisten Colin Matthews im Herbst 2005 in der Dresdner Frauenkirche.

Zu Jan Voglers vielseitigen kammermusikalischen Aktivitäten zählen neben dem Moritzburg Festival, dessen künstlerischer Leiter er ist, regelmäßige Konzerte mit Partnern wie Hélène Grimaud, Martin Stadtfeld und nicht zuletzt Louis Lortie. Gerade mit letzerem verbindet ihn die Liebe zu außergewöhnlichen Programmen wie beispielsweise einem “Liedprogramm” mit Werken von Wagner und Liszt.

Die CD-Aufnahmen mit Jan Vogler wurden vielfach preisgekrönt, so das Cellokonzert von Dvorák mit dem New York Philharmonic unter David Robertson (u. a. Diapason d’Or und Choc du Monde), zwei Mozart-Einspielungen mit Künstlern des Moritzburg Festivals (ECHO Klassik 2006), die Cellokonzerte von Samuel Barber und Erich Wolfgang Korngold sowie die Cellokonzerte von Robert Schumann und Jörg Widman (ECHO Klassik “Bester Instrumentalist” 2002).

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