Julia Gartemann, Viola

»Mir gefällt an der Orchesterarbeit am meisten der Abwechslungsreichtum: Wir spielen Werke aus den unterschiedlichsten Epochen und Gattungen, auch Oper von Zeit zu Zeit, arbeiten von Woche zu Woche mit verschiedenen großen Dirigenten zusammen und machen gemeinsam mit Kollegen Kammermusik.«

Im Familienquartett war die Bratsche eigentlich das Instrument der Mutter. Die 1975 in Münster geborene Julia Gartemann und ihre Schwester Cornelia spielten Geige, der Vater Cello. Irgendwann hat sich Julia Gartemann jedoch die Bratsche gegriffen und wusste ab diesem Moment, dass diese »ihr« Instrument ist. Seither hat sie auch nie wieder auf der Geige musiziert. 1990 begann sie ein Violastudium bei Nobuko Imai an der Hochschule für Musik in Detmold. Nach der künstlerischen Reifeprüfung ging sie 1998 zu Michael Tree an das renommierte Curtis Institute of Music in Philadelphia. Sie war Stipendiatin der Deutschen Stiftung Musikleben, der Jürgen Ponto-Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes. Der Unterricht bei Wilfried Strehle an der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker sowie Meisterkurse bei Thomas Riebl, Kim Kashkashian, Wolfram Christ, beim Tokyo und Vermeer String Quartett vervollständigten ihre Ausbildung.

Julia Gartemann, die seit 1986 erfolgreich an verschiedenen Wettbewerben teilgenommen hat, ist Mitglied der Bratscher der Berliner Philharmoniker. Daneben gastiert sie solistisch und kammermusikalisch im In- und Ausland. Sie gehört dem Venus Ensemble Berlin an. Seit einigen Jahren arbeitet sie auch als Pädagogin, u.a. betreut sie regelmäßig die Kammermusik der Sommerakademie auf Schloss Pommersfelden. Die Bratschistin spielt eine Viola von C. F. Landolfi aus dem Jahr 1767.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.