Mareike Schellenberger, Mezzosopran

Mareike Schellenberger studierte zunächst Musik- und Bewegungserziehung an der Folkwang-Hochschule in Essen. Ihr Gesangstudium absolvierte sie mit Auszeichnung an den Hochschulen in Leipzig (Oper, Oratorium) bei Prof. Hans-Joachim Beyer und Zürich (Liedklasse) bei Christoph Prégardien sowie Irwin Gage. Wichtige Lehrer waren für sie außerdem Elisabeth Schwartzkopf und Ingrid Figur.

Bereits während ihres Studiums erhielt sie 1998/99 ihr erstes Engagement am Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin als Dryade in “Ariadne auf Naxos” von Richard Strauss. Sie sang dort außerdem u. a. die Titelrolle Das Kind in Maurice Ravels “L’enfant et les sortilèges”, die Zaida in Gioacchino Rossinis “Il Turco in Italia” und die Dunkle Dame in Aribert Reimanns “Gespenstersonate”. Weiterhin erhielt sie Gastverträge am Luzerner Opernhaus und an den Wuppertaler Bühnen. Im November 2006 sang sie mit den Düsseldorfer Philharmonikern Gustav Mahlers “Lied von der Erde”. 2007 wurde sie für die Rolle der Pandora nach dem gleichnamigen zeitgenössischen “Szenischen Konzert” (Komposition von Alexandros Markeas, Michèle Reverdy, Luis Naon und Carlo Carcano) für eine Europatournee verpflichtet. Auf dem “Festival de Vendôme” sang sie im Sommer 2008 den Cherubino in Mozarts “Le Nozze di Figaro”. In der Spielzeit 2008/2009 war sie an der Opéra Nîmes als Zarah (Musiktheater über Zarah Leander), an der Opéra de Grenoble als Anita in Leonard Bernsteins “West Side Story” sowie im Grand Théâtre d’Aix en Provence und beim internationalen Festival de musique Besancon in “L’enterrement de Mozart” von Bruno Mantovani (Uraufführung) zu hören. Im Sommer 2010 gab sie ihr Debüt auf dem Festival Aix-en-Provence in der Mehrfachrolle Ana/ la Veuve/ le Scieur (Kammeroper El regreso/ un retour von Oscar Strasnoy, Uraufführung des Festivals).

Ihre Tätigkeit als Konzert- und Oratoriensängerin führte die Mezzosopranistin durch Deutschland, Polen, Ungarn, die Schweiz, Frankreich, Dänemark, Spanien und Italien. Dabei sang sie unter Dirigenten wie Ivan Törsz, Roger Epple, Russel N. Harris, Johannes Debus, Howard Griffiths, Georg Christoph Biller, Morten Schuldt-Jensen u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig, dem MDR-Sinfonieorchester, dem Kopenhagener Barockorchester, dem Zürcher Kammerorchester (CD-Produktion für das Label cpo in der Partie der Olympia in Othmar Schoecks “Erwin und Elmire”). Im November 2007 nahm sie mit dem GewandhausChor und dem Mendelssohnorchester Leipzig eine CD mit Jugendwerken Felix Mendelssohn Bartholdys auf.

Eine besondere Vorliebe der Sängerin gilt dem Lied, wobei ihr Repertoire von der frühen Romantik bis zur zeitgenössischen Liedform reicht. Zu ihrem Kammermusikpartnern gehören Gérôme Hantai (Hammerflügel) sowie Garth Knox (Viola, Viola d’amore). Rundfunkaufnahmen erschienen beim MDR, NDR, bei Deutschland Radio Berlin und Radio France. Die vielseitige Künstlerin hat auf den Festivals für Zeitgenössische Musik in Leipzig, Dresden und im “Pays de la Meije” zahlreiche ihr gewidmete Werke uraufgeführt, darunter u. a. zuletzt von Klaus Huber “Vers la raison du coeur” (Gesang u. Viola d’amore). Darüber hinaus konzipiert sie ihre eigenen Produktionen “Kennst Du das Land… “- “inszeniertes Lied” ( 2005 in Winterthur/Schweiz), “liebesflüchtig” – Musik-Theater-Tanz-Stück nach der “Dichterliebe” von R. Schumann (2007 Leipzig/ Dresden). Von 2000 bis 2007 unterrichtete Mareike Schellenberger im Lehrauftrag an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig Gesang. Seit Sommer 2007 lebt sie in Paris.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.