Monika Harms, Generalbundesanwältin a.D.

Monika Harms, Tochter des Marineoberstabsrichters Adolf Harms, wuchs in Frankfurt am Main auf und lebt heute verheiratet in Hamburg. Von 1974 bis 1980 arbeitete sie in der Hansestadt als Staatsanwältin für Wirtschaftsstrafsachen, anschließend bis 1983 als Richterin am Landgericht und dann bis 1987 am Finanzgericht Hamburg. Harms lehrt seit 1990 an der Bundesfinanzakademie in Brühl und zählt zu den Mitherausgebern der Zeitschrift für Wirtschafts- und Steuerstrafrecht und von Praxis Steuerstrafrecht.

1987 wurde Monika Harms Richterin am Bundesgerichtshof, 1999 den Vorsitzende des in Leipzig ansässigen 5. Strafsenats. Sie wirkte u.a. an den Revisionsentscheidungen gegen Egon Krenz wegen der Todesschüsse an der innerdeutschen Grenze (1999) sowie gegen die “La Belle”-Attentäter (2003) mit. Beteiligt war sie auch an der Aufhebung des Augsburger Urteils gegen Max Strauß, den Sohn des früheren bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß, wegen Steuerhinterziehung.

Seit Juni 2006 war Monika Harms Generalbundesanwältin. In dieser Funktion stellte sie u.a. im Dezember 2007 die Aufhebung des Urteils gegen den im Reichstagsbrandprozess verurteilten Holländer Marinus van der Lubbe fest.

2008 wurde Monika Harms zur Honorarprofessorin für das Fachgebiet Strafrecht, Strafprozessrecht und Steuerstrafrecht an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ernann. Mit Erreichen ihres 65. Lebensjahres trat sie Ende September 2011 in den Ruhestand.

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