Robert Mieth, Autor

Robert Mieth ist der Autorenname für Theaterstücke und Hörspiele des Musikjournalisten Robert Schuppert, geboren in Spremberg, der ‘Perle der Lausitz’; Abitur an der Erweiterten Karl Marx-Oberschule, heute Erwin Strittmatter-Gymnasium; Studium am Institut für Lehrerbildung Altdöbern mit Orientierung auf Musikpädagogik, tätig als Fachlehrer; Aufnahme eines Fernstudiums an der Sektion Journalistik der Karl-Marx-Universität Leipzig, dem heute stigmatisierten Roten Kloster mit Diplomabschluss; Stilistikunterricht beim legendären Dr. Siegfried Krahl. Prägung durch dessen schonungslose Analysen von Romanen der Weltliteratur (Drei Dinge müssen Sie sich merken: Wortschatz, Wortschatz, Wortschatz. Dann sind Sie in Drachenblut gebadet und möglicherweise unverwundbar für alle Zeiten); Berufswechsel vom Lehrer zum Journalisten; Stationen: Redakteur der Kreiszeitung Neue Spremberger in der Heimatstadt; Redakteur im Zentralhaus für Kulturarbeit der DDR für Amateurtheater Leipzig; ADN, Bezirksbüro Leipzig; Leipziger Abendzeitung (Azet); Pressereferent der Städtischen Theater Leipzig von 1974 bis 1979. In diese Zeit fällt Joachim Herz’ weltberühmte Inszenierung der Tetralogie Der Ring des Nibelungen; ab 1980 freiberuflicher Journalist; Fachtexte über Konzert und Musiktheater, Reportagen, Kritiken und Künstlerporträts für Theater der Zeit, Wochenpost, Weltbühne, Musik und Gesellschaft, Leipziger Volkszeitung, Magazin; 1980 bis 1983 Ständiger Musiktheaterkritiker von Radio DDR II Berlin; Leiter von Pressebüros: Richard Wagner – Tage der DDR 1983, Bachwettbewerbe, Bachfeste der Nationalen Forschungs- und Gedenkstätten Johann Sebastian Bach der DDR 1981 bis 1984; Gestaltung von musikalisch-literarischen Programmen für das Bosehaus: “ich fühle luft von anderem planeten” (Streichquartett Nr. 2 op. 10), ein Arnold Schönberg-Programm (1987), “Von der Schädlichkeit des Tabaks beim Rauchen”, ein Anton Tschechow-Abend (1988) mit dem Leipziger Streichquartett, damals Studierende an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig; 1990/1991 Verpflichtung durch Gewandhauskapellmeister Prof. Kurt Masur als Pressesprecher des Gewandhauses Leipzig; 1991 Gründung der Sachsenagentur für Musiktheater und Konzert; 1992 Konzeption und künstlerische Gestaltung der Lesung “Der europäische Gedanke in seiner historischen Entwicklung” von Stefan Zweig (auch Gastspiel in der Berliner Philharmonie) im Leipziger Gewandhaus mit Will Quadflieg, dem Synagogalchor Leipzig, Leitung Kammersänger Helmut Klotz, Thomas Timm (Violine), damals Studierender an der Musikhochschule Felix Mendelssohn Bartholdy Leipzig; 1992/1993 Organisation von Konzerten mit Thomas Quasthoff, Bassbariton, im Leipziger Gewandhaus und in der Berliner Philharmonie (Winterreise), darunter die Aufführung der Urfassung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium ‘Elias’ mit der Niederländischen HändelGesellschaft im Gewandhaus Leipzig sowie im Landestheater Halle; 1992/1993 Tournee mit Franz Schuberts Liedzyklus Winterreise durch zehn deutsche Großstädte, ausgeführt von Rosemarie Lang, Mezzosopran, Deutsche Staatsoper Berlin, und Prof. Rolf-Dieter Arens, Klavier; 1992/93 Musiktheaterkritiker bei MDR Figaro; 1993 bis 2005 Autor von Werkeinführungen, Chroniken und anderen Programmhefttexten für die Abteilung Klangkörper des MDR.

Seit 2006 Verfasser von Theaterstücken und Hörspielen, zumeist in Zusammenarbeit mit dem Leipziger Schauspieler Friedhelm Eberle; “ER. Mein Sohn – Die fiktive Beichte des Leopold Mozart” (2006); “Herr Fasch geht durch die Sta(d)tt – Eine Wort- und Musikreise durch seine Zeit. Ein Hörbild des Barockkomponisten Johann Friedrich Fasch” (2007). Erstsendung am 06. Dezember 2008 bei MDR Figaro mit Friedhelm Eberle, Siegfried Worch, Matthias Hummitzsch, Martin Reik, Michael Schrodt, Ellen Hellwig u. a. Regie: Friedhelm Eberle; “Wegen wesentlicher Theilnahme. Monolog des Dresdner Polizeidirecteurs a. D. Hans Ludwig von Oppell in zwanzig Capita für einen Schauspieler, Stimmen, Doppelquartett eines Herrenchores, (Siegfried-) Hornisten und Pianistin im Sinne eines minimalen Sat(y)irspiels über Richard Wagner” (2007); “Trauernde Eltern. Hörspiel zur gleichnamigen Skulptur von Käthe Kollwitz, ein Mahnmal für den Frieden” (2007); “Solo Fanny – Psychogramm einer Beziehung. Monolog der Fanny Cäcilie Hensel geborene Mendelssohn in der Freitagnacht des 13. zum 14. November 1846 in Berlin Leipziger Straße 3 für Singende Darstellerin (Christine Wolff) und Flügel des Gesanges (2008); “Auf dass der Tod nicht scheidet – Dialog mit Stimmen. Friedrich Wieck schreibt an seinem 71. Geburtstag aus Anlass des Ablebens von Robert Schumann (1856) einen Brief an seine Tochter Clara” (2009); “Wer ganz will sein eigen sein schließe sich ins Häuschen ein – Die ‘letzte Lebensglut’ des Johann Caspar Goethe am Vortag des 28. Juli 1780 frühmorgens 9 Uhr für einen Schauspieler und einen Guitarristen” (2009/2010); “Die Beichte eines Toren. Dramatisierung des Romans Plädoyer eines Irren von August Strindberg” (2010).

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.