Robert Schneider, Schriftsteller

Robert Schneider wurde als Kind mit zwei Jahren von dem Bergbauern-Ehepaar Anton und Stephanie Schneider adoptiert und wuchs in Götzis (Vorarlberg) auf, wo er noch heute als freier Schriftsteller lebt. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Von 1981 bis 1986 studierte Schneider Komposition, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Wien. Er brach sein Studium ab, um Schriftsteller zu werden, arbeitete als Fremdenführer und Organist, hielt sich mit diversen Literaturstipendien über Wasser.

Seinen Debütroman “Schlafes Bruder” veröffentlichte er 1992 im Reclam-Verlag (Leipzig), nachdem das Manuskript zuvor von 24 Verlagen abgelehnt worden war. Das Buch, das die erfundene Geschichte des Musikers Johannes Elias Alder erzählt, der sich durch Schlafentzug das Leben nimmt, wurde ein internationaler Erfolg, ist bislang in 36 Sprachen übersetzt worden und fand Eingang in den Schulkanon. 1995 wurde der Roman unter der Regie von Joseph Vilsmaier verfilmt und 1996 für den Golden Globe nominiert. Der Roman diente als Vorlage für ein Ballett, eine Oper und mehrere Schauspielfassungen. Der Autor publizierte bisher sechs Romane, eine Novelle und ein Theaterstück. Im September 2007 erschien sein bisher letzter Roman “Die Offenbarung”. Er erzählt die Geschichte eines Bach-Fundes, der das Leben eines Musikforschers aus Naumburg aus den Fugen bringt.

Im Mai 2012 sprach Robert Schneider auf Einladung von Kunst & Justiz im Bundesverwaltungsgericht im Rahmen des Konzerts “Missbrauchte Musik” ein poetisches Zwischenwort zu den Spuren der Erinnerung an die Musikrezeption in der Zeit des Nationalsozialismus.

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