Walter Pauly, Staatsrechtslehrer und Rechtshistoriker


Geboren 1960 in Frankfurt am Main, studierte Prof. Dr. Walter Pauly in Bonn Rechtswissenschaften, Philosophie und Politikwissenschaft. Promotion mit einer Untersuchung zum Bundesstaatsrecht 1989 (“Anfechtbarkeit und Verbindlichkeit von Weisungen in der Bundesauftragsverwaltung”) und Habilitation mit einer wissenschaftsgeschichtlichen Arbeit 1993 (“Der Methodenwandel im deutschen Spätkonstitutionalismus”). Von 1993 bis 1998 Ordinarius an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, zugleich im zweiten Hauptamt Richter am Oberverwaltungsgericht Magdeburg. Seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie, an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Mitherausgeber der Zeitschrift “Der Staat”. Im Jahre 2000 Vortrag über “Die deutsche Staatsrechtslehre in der Zeit des Nationalsozialismus” vor der Vereinigung der deutschen Staatsrechtslehrer. Unter den zahlreichen verfassungshistorischen Veröffentlichungen hervorzuheben sind die Monographie “Grundrechtslaboratorium Weimar” (2004) sowie Beiträge über “Die Verfassung der Paulskirche und ihre Folgewirkungen” im Handbuch des Deutschen Staatsrechts (hg. v. Isensee/Kirchhof, Bd. I, 3. Aufl. 2003) und die “Grundrechtstheorien in der Zeit des Nationalsozialismus und Faschismus” im Handbuch der Grundrechte (hg. v. Papier/Merten, Bd. I, 2004). In jüngster Zeit erschienen eine umfassende Würdigung der Staatsrechtslehre unter dem Grundgesetz mit dem Titel “Verfassungs- und Verfassungsprozessrecht” (in: D. Willoweit (Hg.), Rechtswissenschaft und Rechtsliteratur im 20. Jahrhundert, 2007) sowie eine wissenschaftsgeschichtliche und -theoretische Abhandlung zur “Wissenschaft vom Verfassungsrecht: Deutschland” (in: v. Bogdandy/Huber (Hg.), Handbuch Ius Publicum Europaeum, Bd. II, 2008).

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