Wolfgang Talirz, Viola

Schon als Geigenschüler war Wolfgang Talirz von dem warmen, persönlicheren Klang der Bratsche fasziniert. Dass sich der gebürtige Passauer dann entschied, auf das tiefere Instrument umzusteigen, verdankt er drei für ihn unvergesslichen Eindrücken: der Aufführung des Bratschen-Konzerts von Telemann durch sein Schulorchester, einem Beethoven-Zyklus des Juilliard-Quartet in seiner Heimatstadt Passau, bei dem ihn das spezielle Timbre der Viola von Samuel Rhodes so berührte, und den Rundfunkaufnahmen von Georg Schmid mit dessen unverkennbarer Tongebung. Eben jener Georg Schmid wurde später während der Ausbildung an der Musikhochschule München Talirz’ Lehrer. 1980 – der Bratschist hatte gerade den Ersten Preis beim Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« gewonnen – engagierten ihn die Münchner Philharmoniker, drei Jahre später wechselte er zu den Berliner Philharmonikern. Mittlerweile wirkt er in drei Kammermusikgruppen mit: im Amarcord Quartett, Philharmonischen Streichquintett sowie bei der Philharmonischen Camerata. Als ein besonderes Anliegen gilt Wolfgang Talirz die langfristige Arbeit an Benefizprojekten. Schwerpunkte bilden hier die Hilfe für mexikanische Straßenkinder sowie für krebskranke Kinder. Außerdem hat er neben Beruf und Famile noch zwei weitere Leidenschaften: das Klavierspiel und die Grands Crus de Bourgogne, deren Ruhm und Verbeitung zu mehren ihm als Mitglied der »Commanderie des Chevaliers du Tastevin« nobelste Pflicht ist.

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