Verschwörungstheorien

Endlose Verschwörungstheorien

75 Jahre nach dem Reichstagsbrandprozess soll in Leipzig ohne die üblichen Grabenkämpfe erinnert werden

Hitler grollte über „vertrottelte Richter“ und ein „lächerliches Ergebnis“. Vor 75 Jahren fand in Leizig der Reichstagsbrandprozess statt – und im Streit über das Urteil ist kein Ende in Sicht. Am Ort des Geschehens soll nun eine Veranstaltung deutlich machen, warum jenes Gerichtsverfahren bis heute wichtig ist.

„Das ist uninteressant“, sagt Georg Herbert, obwohl er weiß, dass er mit diesen drei Worten Zorn auf sich ziehen könnte. Seit einem Dreivierteljahrhundert wird über den Reichstagsbrand erbittert gestritten. Die Kernfrage: Legten die Nazis das Feuer, um die Schuld den Kommunisten in die Schuhe zu schieben? Bei diesem Streit sei „nichts mehr zu holen“, erklärt Herbert. Er ist Vorsitzender Richter am Bundesverwaltungsgericht – also am Ort des Prozesses von 1933. Als Mitstreiter des dortigen Vereins Kunst & Justiz bereitet er für das kommende Wochenende ein Programm fernab der bei dem Thema üblichen Grabenkämpfe von Historikern und Juristen vor. Es soll nicht um die Täterschaft, sondern um die Bedeutung des Verfahrens für die Gegenwart gehen.

„Mit dem Reichstagsbrandprozess begann die planmäßige Zerstörung des Rechtsstaats“, erläutert Herbert. „Wir wollen ein Zeichen setzen, wie wichtig eine unabhängige Justiz ist. Man muss in dieser Frage immer wachsam sein.“

Seit dem 30. Januar 1933 war Hitler Reichskanzler, am 27. Februar stand das Parlamentsgebäude in Flammen, am Folgetag setzte Reichspräsident Hindenburg mit einer Verordnung „zum Schutz von Volk und Staat“ die Verfassung teilweise außer Kraft. „Jetzt wird durchgegriffen“, titelte der Völkische Beobachter, wichtigstes Blatt des NS-Regimes, das seine Gegner mit einer Terrorwelle überrollte und auch die Brandermittlungen lenkte. Demnach war nach Ausbruch des Feuers der niederländische Anarchismus-Sympathisant Marinus van der Lubbe im Reichstag gestellt worden. Er soll sogleich gestanden haben.

Der Prozess am Leipziger Reichsgericht begann am 21. September und endete am 23. Dezember 1933 – zeitweise wurde auch in einem unzerstörten Saal des Reichstags verhandelt. Auf der Anklagebank saßen neben van der Lubbe vier Kommunisten als angebliche Hintermänner, darunter der Bulgare Georgi Dimitroff, Funktionär der Kommunistischen Internationale.

Die Leipziger Richter solltem dem Regime einen Propaganda-Erfolg liefern und zugleich der mit 82 Korrespondenten vertretenen Auslandspresse einen fairen Prozess demonstrieren. „Ein solcher Spagat war nicht möglich“, erklärt Rechtshistoriker Walter Pauly von der Universität Jena. Die anfängliche Live-Übertragung im Radio wurde eingestellt, im Verlauf der 57 Verhandlungstage gab es keine Beweise für eine Verwicklung kommunistischer Funktionäre. Dimitroff brachte vielmehr die als Zeugen auftretenden NS-Größen Göring und Goebbels in Bedrängnis. „Ich bin nicht hierher gekommen, um mich von Ihnen anklagen zu lassen“, brüllte Göring, dem der Senatschef prompt Beistand leistete.

Die Verhandlungsführung war politisch ebenso wenig neutral wie das Urteil, in dem die Hitler-Partei höchstes Lob erhielt. Über die KPD hieß es hingegen: „In ihrem Lager sind also die Urheber dieses Anschlags und die Mittäter van der Lubbes zu suchen.“ Dennoch wahrte die Justiz einen Rest von Unabhängigkeit: Van der Lubbes Mitangeklagte sprach das Gericht aus Mangel an Beweisen frei, einzig der Holländer wurde hingerichtet. Anfang 2008 hob die Bundesanwaltschaft das Todesurteil auf. Die Richter hatten es rechtsstaatswidrig auf der Grundlage von Gesetzen verhängt, die erst nach dem Brand geschaffen worden waren.

Heute glauben die meisten Fachleute, dass van der Lubbe ein Alleintäter war. Es gebe aber Verschwörungstheorien wie beim Mord an Kennedy, meint der Freiburger Historiker Ulrich Herbert. Der ist überzeugt, dass der Brand den Nazis in den Kram passte und von ihnen spontan genutzt wurde. Die übrigen Varianten lauten beispielsweise: Van der Lubbe und NS-Leute hätten zufällig gleichzeitig gezündelt. Oder: Nazis, die sich als Kommunisten ausgaben, hätten den Holländer angestiftet. Falls der überhaupt dabei war …

Dimitroff stieg nach seinem Freispruch zum Chef der Kommunistischen Internationale in Moskau auf, war dort in die Verbrechen Stalins verstrickt. In Berlin hingegen zeigte sich die NS-Führung mit dem Prozess so unzufrieden, dass sie dem Reichsgericht die künftige Zuständigkeit für Hochverrat entzog und dafür den so genannten Volksgerichtshof gründete.

Armin Görtz

© Leipziger Volkszeitung, Mittwoch, 5. November 2008

Grußwort der Bundesministerin der Justiz

Der Nationalsozialismus hat ab 1933 den deutschen Rechtsstaat planmäßig zerstört. Recht, Sicherheit und Gerechtigkeit wurden durch Unrecht, Willkür und Terror ersetzt. Die deutsche Justiz und viele ihrer Angehörigen haben in der Folgezeit schwere Verbrechen begangen und große Schuld auf sich geladen. Der Reichstagsbrandprozess steht am Beginn der Zerstörung des Rechtsstaates. Das Verfahren und das Urteil gegen den vermeintlichen Brandstifter Marinus van der Lubbe verstießen gegen elementare Grundsätze der Gerechtigkeit. Nur durch den Bruch des rechtstaatlichen Grundsatzes, wonach eine Strafe vor einer Tat klar bestimmt sein muss, konnte van der Lubbe zum Tode verurteilt werden. Es war deshalb richtig, dass die Generalbundesanwaltschaft im Frühjahr 2008 förmlich festgestellt hat, dass das Todesurteil Unrecht gewesen und aufgehoben ist.

Ein kluger Kopf hat einmal gesagt, sich zu erinnern, heiße nicht, das Gedächtnis zu belasten, sondern den Verstand zu erleuchten. Wenn wir in diesem Tagen an den Prozess vor 75 Jahren und das Versagen der Justiz jener Zeit erinnern, dann tun wir das vor allem, um uns der Bedeutung unseres Rechtsstaates zu vergewissern. Eine starke Justiz mit unabhängigen Richterinnen und Richtern ist für Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit unverzichtbar. Der Rechtsstaat lebt ebenso wie die freiheitliche Demokratie auch vom persönlichen Engagement des Einzelnen. Deshalb begrüße ich es sehr, dass der Verein „Kunst und Justiz im Bundesverwaltungsgericht“ und seine Mitglieder sich so tatkräftig dafür einsetzen, die Erinnerung an den Reichstagsbrandprozess und das Schicksal Marinus van der Lubbes wach zu halten.

Diese Veranstaltungsreihe bietet Gelegenheit, sich in ganz unterschiedlicher Art mit den Ereignissen vor 75 Jahren zu befassen – wissenschaftlich und künstlerisch, juristisch und historisch, musikalisch und visuell. Ich danke allen, die mit ihrem Engagement als Veranstalter, Akteure oder Förderer zu diesem Programm beitragen und ich grüße alle, die – frei nach Lessing – durch das Erinnern ihren Verstand erleuchten.

Brigitte Zypries, MdB
Bundesministerin der Justiz

75 Jahre Reichstagsbrandprozess

8./9. November 2008

Vorträge:

Prof. Dr. Ulrich Herbert,
Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte,
Albert-Ludwigs-Universität, Freiburg i.Br.

„Die Bedeutung des Reichstagsbrandprozesses
aus zeithistorischer Sicht“

Prof. Dr. Walter Pauly,
Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Rechts- und Verfassungsgeschichte, Rechtsphilosophie,
Friedrich-Schiller-Universität zu Jena

„Brandbeschleunigung auf dem Weg zur Macht.
Zur Schlüsselfunktion von Reichstagsbrand und Reichstagsbrandverordnung im Prozess der Machtergreifung“

Dr. Dieter Deiseroth,
Richter am Bundesverwaltungsgericht, Leipzig

„Der Reichstagsbrand-Prozess –
ein rechtsstaatliches Verfahren?“

Konzerte:

MenschenRechtMusik

Larissa Wieczorek,
„Bewegte Bilder“

Jos Rinck (Flöte),
Zwei Collagen für Flöte solo Mendelssohn-Orchester
Leipziger Universitätschor
Dirigent:
David Timm

Mareike Schellenberger (Mezzosopran)
Klaudia Zeiner (Alt)
Marek Rzepka (Bass) Wolfgang Rihm,
In doppelter Tiefe
für zwei Frauenstimmeun und Orchester.
Text: Marinus van der Lubbe

Dimitri Schostakowitsch,
Symphonie Nr. 13 b-moll op.113 „Babi Yar“
für Bass, Männerchor und Orchester.
Text: Jewgeniy Jewtuschenko

Felix Mendelssohn Bartholdy,
Symphonie Nr. 5 D-dur op.107
„Reformationssymphonie“


Die Veranstaltungen zum 75. Jahrestag des Reichstagsbrandprozesses standen unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin der Justiz, Brigitte Zypries, und wurden durch großzügige finanzielle Förderung ermöglicht:

Ostdeutsche Sparkassenstiftung im Freistaat Sachsen gemeinsam mit der Sparkasse Leipzig.

Sächsische Spielbanken GmbH

Gefördert vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

„Die schönsten Franzosen … … kommen nach Leipzig“

7. Mai 2008

Kammerphilharmonie Leipzig
Dirigent: Michael Köhler

Igor Gryshyn (Klavier)
Hiroko Kudo (Klavier)
Michael Köhler (Klavier)
Stephan Gogolka (Sprecher)

„Die schönsten Franzosen …
… kommen nach Leipzig“

Jean-Baptiste Lully,
Le Triomphe de l’Amour.
Ballettsuite LWV 59

Maurice Ravel,
Pavane pour une infante défunte
für Violine, Violoncello und Klavier

Francis Poulenc,
Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten
(Orchesterfassung David Matthews)

Camille Saint-Saens,
Der Karneval der Tiere.
Zoologische Fantasie (Text nach Loriot)

Benjamin Britten,
Soirées Musicales.
Suite aus fünf Sätzen nach Gioacchino Rossini op.9

Klavierabend

12. März 2008

„Ein pianistischer Höhenflug
von der Klassik zum Impressionismus“

Da-Sol Kim (Klavier)

Ludwig van Beethoven,
Sonate Nr. 26 Es-dur op.81a „Lebe wohl“

Robert Schumann,
Fantasie C-dur op.17

Felix Mendelssohn Bartholdy,
Fantasie fis-moll op.28 „sonate écossaise“

Maurice Ravel,
Gaspard de la nuit

Neujahrskonzert

19./20. Januar 2008

Leipziger Barockorchester
Violine und Leitung:
Konstanze Beyer

Anastasiya Peretyahina (Sopran)
Andreas Pehl (Altus)

Neujahrskonzert

Johann Sebastian Bach,
Ouverture C-dur BWV 1066

Georg Friedrich Händel,
„Scherzano sul tuo volto“
Duett Almirena – Rinaldo,
aus: Rinaldo HWV 7

Georg Philipp Telemann,
„Erfreue dich, mein freier Geist!“
Arie des Honoricus,
aus: Sieg der Schönheit TVWV 21:10

Georg Friedrich Händel,
Marche, Adagio und Gigue
aus: Rinaldo

Georg Friedrich Händel,
„Tu del Ciel ministro eletto“
Arie der Bellezza,
aus: Il Trionfo del Tempo e del Disinganno HWV 46a

Georg Friedrich Händel,
Concerto D-dur
aus: Ottone, Re di Germania HWV 15

Georg Friedrich Händel,
„Ritorna, o dolce amore“
Arie des Ottone,
aus: Ottone, Re di Germania

Georg Friedrich Händel,
„Venti, turbini, prestate“
Arie des Rinaldo,
aus: Rinaldo

Georg Philipp Telemann,
„In der Liebe muss man wagen“
Arie der Pulcheria,
aus: Sieg der Schönheit

Georg Friedrich Händel,
„Lascia ch’io pianga“
Arie der Almirena,
aus Rinaldo

Georg Friedrich Händel,
Aria con variatio,
aus: Concerto grosso h-moll op.6 Nr. 12 HWV 330

Georg Friedrich Händel,
„T’amo, si!“
Duett Riccardo – Costanza,
aus: Riccardo I., Re d’Inghilterra HWV 23

"Zwischen Lust und Leidenschaft"

21. November 2007

Igor Gryshyn (Klavier)

„Zwischen Lust und Leidenschaft“

Ludwig van Beethoven,
Klaviersonate Nr. 28 A-dur op.101

Frédéric Chopin,
Ballade Nr. 1 g-moll op.23

Johann Sebastian Bach,
Präludium und Fuge D-dur BWV 532
arr. für Klavier von Ferruccio Busoni

Hayk Melikyan,
Paraphrase über Themen aus der Oper
„Chowantschina“ von Modest Mussorgski

Johannes Brahms,
3 Intermezzi op. 117

Franz Liszt,
Rhapsodie espagnole

Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preisträgerkonzert

Sonnabend, 30. Juni 2007

Kim Trio

Nayoung Kim (Klavier)
Taehyun Kim (Violine)
Jiyeon Kim (Violoncello

Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Preisträgerkonzert

Joseph Haydn,
Klaviertrio E-dur Hob. XV:28 op.86 Nr. 2

Ludwig van Beethoven,
Klaviertrio Nr. 6 Es-dur op.70 Nr. 2 „Gräfin Erdödy“

Johannes Brahms,
Klaviertrio Nr. 2 C-dur op.87

Felix Mendelssohn Bartholdy,
Klaviertrio Nr. 1 d-moll op.49
2. Satz: Andante con moto tranquillo

Blüthner-Preisträgerkonzert

17. Juni 2007

Juliana Steinbach (Klavier)
Guillaume Martigné (Violoncello)

Blüthner-Preisträgerkonzert

Ludwig van Beethoven,
Zwölf Variationen über „Ein Mädchen oder Weibchen“ aus Mozarts „Zauberflöte“ für Klavier und Violoncello F-dur op.66

Johannes Brahms,
Sonate für Violoncello und Klavier Nr. 2 F-dur op.99

Dimitri Schostakowitsch,
Sonate für Violoncello und Klavier d-moll op.40

Camille Saint-Saens,
Le Cygne für Violoncello und Klavier, aus: Le Carneval des Animaux

Gabriel Fauré,
Après un rêve für Violoncello und Klavier op.7 Nr. 1

Streben nach Logik

Streben nach Logik  –
Ein Wagnis: „Meistersinger“ konzertant im Leipziger Schauspielhaus

Wagneropern konzertant auf die Bühne zu bringen, ist gewiss nicht neu, wenngleich keinesfalls selbstverständlich. Doch während sich die aktuelle „Ring“-Aufführung durch das Rundfund Sinfonieorchester Berlin auf Ausschnitte – und diese auf mehrere Abende verteilt – beschränkt, zielten die „Meistersinger“ am Dienstag im Leipziger Schauspielhaus auf eine musikalisch adäquate und ungekürzte Produktion. Ein Wagnis, denn viereinhalb Stunden lang eine Musik zu bieten, die geradezu nach Bühne ruft, musiziert von einem Ensemble, dem gerade einmal drei Probentage zur Verfügung standen, verlangt ein Maximum an Konzentration und Ausdauer.

Zu danken ist der Erfolg des Abends in erster Linie Universitätsmusikdirektor David Timm, der nach dem „Fliegenden Holländer“ von 2005 nun die zweite Wagneroper konzertant aufführte und dabei nicht versäumte, die mächtige Partitur von der Patina früherer Interpretationen zu befreien. Timm mistet aus, schmirgelt pastöse Ablagerungen wie übertriebene Temposchwankungen und Crescendi herunter. Was bleibt, was wirklich in der Partitur steht, strebt nach Transparenz, innerer musikalischer Logik. Da werden barocke Elemente hörbar, wenn David, der Lehrbube des Hans Sachs, den Edlen Stolzing im Meistergesang unterrichtet. Oder in den fugierten Chorpartien, den Tempowechseln zwischen gerad- und ungeradzahligem Takt.

Timms Zeichengebung ist dabei unmissverständlich und selbst für den weit auf der Hinterbühne platzierten Universitätschor gut zu verfolgen. Tribut an die Beschaffenheit der Akustik: Der Chor wurde über Mikrofone verstärkt. Eine durchaus sinnvolle Maßnahme, zumal sparsam eingesetzt und sehr gut ausgesteuert. So blieb der Eindruck eines ganzheitlichen Klangbildes gewahrt.

Hervorragendes leistete das Mendelssohn-Orchester um Konzertmeister Andreas Hartmann. Erstaunlich, wie homogen der Orchesterklang schon das grundständige C-Dur des Vorspiels auseinanderfaltet, vereint doch das Ensemble wie in musikalischer Ökumene Musiker aus mehreren Orchestern Mitteldeutschlands. Faszinierend die lustvolle Disziplin, mit der sie die sinfonischen Vor- und Zwischenspiele ausmusizieren, wie sie hier den ganz starken, voluminösen Orchesterklang aufbauen und an anderer Stelle geradezu kammermusikalisch filigran agieren.

Sehr zum Vorteil für die Gesangssolisten, die, in vorderster Reihe platziert, dadurch den richtigen Rückenwind erhalten. Und wahrhaft beflügelt bietet Wolf Matthias Friedrich die Partie des schelmischen Schusters Hans Sachs: ausdrucksstark, überaus anpassungsfähig und mit komödiantischem Witz singt er die berühmte Klopfszene im zweiten Akt, mit weittragender stimme den Wahn-Monolog im dritten. Gleich souverän agiert Martin Petzold als Lehrbube David, während der rabenschwarze Bass von James Moellenhoff kongenial zur Figur des Veit Pogner passt.

Dessen Tochter Eva (Nancy Gibson) fügt sich harmonisch in das Solistenensemble, tritt jedoch in den aufgeregten Szenen (Besuch bei Hans Sachs) akzentreich hervor. Überragend: Dietrich Greve als Sixtus Beckmesser. Diese Partie scheint ihm auf den Leib geschrieben, zumal jederzeit zu spüren war, wie stark er die szenischen Aspekte seiner Rolle verinnerlicht hat. Was sich von Matthias Aeberhard alias Walther von Stolzing leider nicht behaupten lässt. Irgendwie wirkte er auf ganzer Linie fehlbesetzt. Reihenweise verpatzte Einsätze, falsche Bühnenpositionen, eingefrorene Mimik und eine abgeschnürte Stimme, die über ein Mezzoforte ohne Quetschungen nicht hinauskommt: Mit diesem Auftritt hat er sich keinen Gefallen getan.

Für die größte Überraschung des Abends hingegen sorgt Kathrin Göring, die mit der Amme Magdalene zugleich ihr Wagner-Debüt gibt. Herrlich klar, zum Mitschreiben deutlich und dabei mit einer glutvoll durchpulsten warmen Stimme bietet die Sängerin der Oper Leipzig ihren Part. Das war nicht nur gut, das war exzellent.

Trotz der konzertanten Aufführung ist eine Rumpf-Regie unabdingbar. Etwa für die Auf- und Abgänge der Solisten, ebenso für die Klangregelung und die Textprojektionen mit Regieanweisungen Richard Wagners sowie für verschiedene Beleuchtungseinstellungen. Dass dies alles reibungslos klappt, darf man dem Regieteam um Philipp Neumann danken. Am Ende brandet langer, verdienter Applaus auf: Leipzig hat seinem Wagner zu dessen Geburtstag ein Ständchen nach Meistersingerart geschenkt.

Die Aufführung in Kooperation mit den Universitätsmusiktagen war zugleich Höhepunkt und Abschlussveranstaltung der Wagner Festtage des Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013 e.V.; dessen Vorstandsvorsitzender Philipp Neumann ist zufrieden. Die Akzeptanz habe deutlich zugenommen, was die mit knapp 3000 stark gewachsene Zahl an Besuchern untermauere. Auch habe sich gezeigt, dass etwa die unkonventionelle Wagner Jazz Lounge sowie die durch Wortakrobat Paul Fröhlich humorvoll zelebrierte „Wagner-Dämmerung“ auf dem Fockeberg gangbare Wege sind, den in Leipzig geborenen Komponisten stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.  

Jörg Clemen

© Leipziger Volkszeitung, Donnerstag, 24. Mai 2007

Alles fügt sich, überrascht …

Alles fügt sich, überrascht, lässt aufhorchen

Leipziger Kammerorchester mit Mozart-Marathon
im Gericht

Veranstaltungen zum 250. Mozart-Geburtstag sind derzeit inflationär. Da ist das Bedürfnis nach einem ausgewachsenen „Marathon“, wie es ihn am Wochenende im Leipziger Bundesverwaltungsgericht gab, eher begrenzt. Doch im punkvollen Großen Sitzungssaal funktioniert das Unterfangen. Dort bietet das Leipziger Kammerorchester in unterschiedlichen Formationen Kammermusik, Konzerte und die Jupiter-Sinfonie. Die Atmosphäre ist familiär, pausierende Musiker setzen sich ins Publikum, charmante Details sind die Live-Fanfaren als Pausengong und Lutschbonbons gegen Hustenreiz am Eingang.

Jeweils sieben Stunden können Mozart-Freunde am Samstag und Sonntag im Gericht verbringen. Besucher, die Karten für den kompletten Marathon erworben haben, sind allerdings enttäuscht, dass das Programm an beiden Tagen identisch ist. Aber man kann es durchaus auch zweimal hören. Oder je nach Lust und Laune unterschiedliche Ausschnitte.

Nach Wenzel Fuchs‘ stürmisch gefeierter Interpretation des himmlischen Klarinettenkonzerts steht das Oboenquartett KV 370 auf dem Programm. Unter Führung von Henrik Wahlgren klinget es zart und munter; die virtuosen Oboenläufe perlen und glitzern. Und hier wie in den übrigen Interpretationen des langen Abends gilt: Die Musiker sind mutig. Mutig genug, frech zu artikulieren, Vibrato allenfalls gezielt einzusetzen. Franz Vorraber findet fürs Klavierquartett KV 478 mit dem Blüthner zwar nicht das allerbeste Instrument vor – der Sound ist leicht verwaschen. Dennoch spürt man die schlanke, differenzierte Artikulation. Von sotto voce bis kraftvoll reicht die Palette, die eine enorme Ausdruckstiefe erreicht.

Die greift Dirigent Morten Schuldt-Jensen im Konzert für Flöte und Harfe auf. Der Entschluss, auch auf modernen Instrumenten weitestgehend ohne Vibrato zu spielen, erzeugt ungewohnte, intensive Klangerlebnisse. Schuldt-Jensen kostet die Dissonanzen aus, lässt das Kammerorchester lustvoll seiner durchdachten Interpretation folgen. Keine Begleitfigur verliert sich in Beiläufigkeit. Alles fügt sich, überrascht, lässt erstaunt aufhorchen.

Heike Bronn

© Leipziger Volkszeitung, Donnerstag, 16. Februar 2006

Die Meistersinger von Nürnberg

22. Mai 2007

Richard Wagner,
Die Meistersinger von Nürnberg.

Konzertante Aufführung.

Mendelssohn-Orchester
Leipziger Universitätschor
Dirigent: David Timm

Wolf-Matthias Friedrich, Bass (Hans Sachs)
James Moellenhoff, Bass (Veit Pogner)
Dietrich Greve, Bariton (Sixtus Beckmesser)
Matthias Aeberhard, Tenor (Walther von Stolzing)
Martin Petzold, Tenor (David)
Nancy Gibson, Sopran (Eva)
Kathrin Göring, Mezzosopran (Magdalena)
Jürgen Kurth, Bariton (Fritz Kothner)
Christoph Rosenbaum, Tenor (Kunz Vogelsang)
Stephan Heinemann, Bass (Konrad Nachtigall)
Nico Eckert, Tenor (Balthasar Zorn)
Yves Hemann, Tenor (Ulrich Eisslinger)
Andreas Rainer, Tenor (Augustin Moser)
Milko Milev, Bariton (Hermann Ortel)
Dirk Schmidt, Bass (Hans Schwarz)
Thomas Oertel-Gormanns, Bariton (Hans Foltz, Nachtwächter)

Eine Gemeinschaftsveranstaltung von
Kunst und Justiz im Bundesverwaltungsgericht e.V.
und Richard Wagner Gesellschaft Leipzig 2013 e.V.

Konzert im Rahmen der
Wagner Festtage Leipzig 2007 und der
VII. Leipziger Universitätsmusiktage „Leipziger Romantik“

Russische Klassik

9. Mai 2007

Kammerphilharmonie Leipzig
Dirigent: Michael Köhler

Igor Gryshyn (Klavier)
Maria Döhler (Trompete)

Russische Klassik

Sergej Prokofjew,
Ouverture über hebräische Themen op.34

Dimitri Schostakowitsch,
Konzert für Klavier und Trompete op.35

Igor Strawinski,
Octuor

Peter Tschaikowski,
Serenade für Streichorchester op.48

Eine Gemeinschaftsproduktion mit der
Hochschule für Musik und Theater
„Felix Mendelssohn Bartholdy“

Neujahrskonzert

20./21. Januar 2007

Leipziger Barockorchester
Violine und Leitung:
Konstanze Beyer

David Timm (Hammerflügel)
Robert Schröter (Cembalo)

Neujahrskonzert:

Johann Christian Bach,
Symphonie D-dur op. 3 Nr. 1

Wolfgang Amadeus Mozart,
Klavierkonzert Nr. 9 Es-dur KV 271 „Jeunehomme“

Johann Sebastian Bach,
Cembalokonzert D-dur BWV 1054

Johann Sebastian Bach,
Brandenburgisches Konzert Nr. 4 G-dur BWV 1049

Adventskonzert

6. Dezember 2006

Leipziger Barockorchester
Violine und Leitung:
Konstanze Beyer

Calmus Ensemble Leipzig

Adventskonzert:

Orlando di Lasso, Officium Natale Christi LV 530

Wolfgang Amadeus Mozart, Kirchensonate Nr. 10
für Orgel, zwei Violinen und Continuo F-dur KV 244

Wolfgang Amadeus Mozart, Missa Brevis D-dur
für Singstimmen, zwei Violinen und Continuo KV 194

Wolfgang Amadeus Mozart, Kirchensonate Nr. 17
für Orgel, zwei Violinen und Continuo C-dur KV 336

Edvard Grieg, Weihnacht, aus: Lyrische Stücke op. 65 (Satz und Bearbeitung: Fredo Jung)

Peter Cornelius, Die Könige,
aus: Weihnachtslieder op. 8 Nr. 3

John Rutter, Nativity Carol

Wolfgang Amadeus Mozart, Kirchensonate Nr. 11
für Orgel, zwei Violinen und Continuo D-dur KV 245

Antonio Vivaldi, Concerto Madrigalesco
für Streicher und Basso continuo d-moll RV 129

Johann Sebastian Bach, Nun komm der Heiden Heiland, Eingangschor und Schlusschoral aus der Kantate BWV 61

Bundestheatergericht

29. November 2006

Strafkammer des Bundestheatergerichts

Berufsjuristen und Schauspieler aus Leipzig.
Eine Gemeinschaftsproduktion mit dem Schauspiel Leipzig und der Leipziger Juristischen Gesellschaft e.V.

Verhandlung
in Sachen
Adam, Dorfrichter,
Walter, Gerichtsrat,
wegen
„Der zerbrochne Krug“

Matinee der Meister

25. Juni 2006

Tomoko Takeshita (Klavier)

Matinee der Meister:

Johann Sebastian Bach,
Chromatische Fantasie und Fuge d-moll BWV 903

Wolfgang Amadeus Mozart,
Klaviersonate Nr. 12 F-dur KV 332

César Franck,
Prélude, choral et fugue h-moll FWV 21

Johannes Brahms,
Variationen und Fuge über ein Thema von Händel B-dur op. 24

Johannes Brahms,
Intermezzi op. 118 Nr. 2 A-dur

Bayreuther Hügelstürmer hautnah

Bayreuther Hügelstürmer hautnah

Gemeinhin zählt der „Fliegende Holländer“ zu den vergleichsweise weniger schweren Werken. Für Wagner-Verhältnisse! Aber die beiden Teile der Großpartitur sind schwer genug, um einen sonst stabilen Notenständer zumindest ins Wackeln zu bringen. Da schwant David Timm nichts Gutes, weiß er doch um die physische Gewalt, die so ein Wagner-Abend entwickeln kann. Dann den Holländer lieber doch im fliegenden Partiturenwechsel, notfalls ein paar Takte auswendig. Und es klappt.

Es ist ein denkwürdiges Ereignis, was am Wochenende in den Hallen des Bundesverwaltungsgerichts vollbracht wird. Nicht nur, dass hier Wagners erster ganz großer Wurf in der Urfassung von 1841 erklingt, sondern dass man es mit vereinten Kräften tatsächlich geschafft hat, den Bayreuther Hügelstürmer zu ganz neuen Qualitäten zu verhelfen. Teils aus Umstandszwang, teils durch beispielhafte Hingabe.

Denn in diesem Ambiente ist Wagner hautnah, schon fast kammermusikalisch. Jeder Ansatz, jeder Sturm, jedes Feuer wird unmittelbar greifbar, wie es der normale Operngraben nicht zulässt. Um solcher Intimität stand zu halten, reicht keine Telefonkapelle, sondern müssen erfahrene Überzeugungstäter ran. Die hat sich Timm aus Gewandhaus- und MDR-Orchester so zusammengestellt, dass sich trotz der Minimalbesetzung von der ersten Sekunde an ein wohliger Klangschwall entwickelt, der dem Wagnerianer einen Hauch von Glück beschert. Mittendrin statt nur dabei. Trotz oder gerade wegen eines mehrsekündigen Halls.

Bei so unmittelbarer Erlebbarkeit stört die fehlende Groß-Inszenierung nicht. Auch so passiert genug. Und: Kein Sänger muss vor Schreien rot anlaufen, um verstanden zu werden. Genau so wenig ist es selbstverständlich, dass es weder bei den stimmgewaltigen Chören von Universität und Vocalensemble, noch in der Solistenriege wesentliche Mängel gibt. Sicherlich kann man streiten, ob Wolf-Matthias Friedrich für den Titelpart nicht etwas zu dick aufträgt, aber Kraft hat sein Holländer. Ulrike Fulde gibt eine bisweilen scharfkantige, aber dann wieder samtene Senta, Martin Petzold den stimmlich zuverlässigen Steuermann, Klaudia Zeiner eine überzeugende Mary. Die anderen beiden haben noch die lustigen Uraufführungsnamen: Donald (alias Daland, entspannt und souverän: Jürgen Trekel) und Georg (alias Erik, bestimmt und dramatisch: Manfred Wulfert).

Musikalisch bietet diese Version tatsächlich Raueres und Eckigeres. Am eindringlichsten zum Schluss: kein Erlösungsmotiv, sondern rabiate Untergangsstimmung. Die hat Timm bestechend eingefangen und den Beweis erbracht, dass der größte deutsche Opernkomponist auch in der Bachstadt ein Anrecht auf höhere Weihen hat. Standing Ovations und glückliche Gesichter. Keine Frage, 2013 sollte der Leipziger Ring stehen.

Friedrich Pohl

© Leipziger Volkszeitung, Montag, 9. Mai 2005

Mit Wagner vor Gericht

Mit Wagner vor Gericht

Was hat er verbrochen? Für holprige Stabreime ist noch keiner eingesperrt worden. Auch Bayreuther Erbstreitigkeiten scheiden aus: Die werden in den Medien verhandelt. Warum also muss Richard Wagner vor Gericht?

Er muss ja gar nicht. Er darf. Denn dass das Foyer in Deutschlands schönstem Justizgebäude für eine konzertante Opernaufführung dient, ist absolut einmalig. Richter, die über Themen wie den Ausbau des Leipziger Flughafens entscheiden, wollen in ihrer Urteilsfindung üblicherweise nicht von „Johohoe!“ oder „Huissa!“ gestört werden. Deswegen hatte der Verein „Kunst und Justiz“ zunächst beim Gerichtspräsidenten eine Ausnahmegenehmigung zu erwirken.

Konzerte im holzverkleideten Großen Sitzungssaal in der ersten Etage sind hingegen keine Seltenheit. „Mittlerweile brauchen wir fast keine Werbung mehr zu machen. Die Leute fragen schon Wochen vorher nach“, erzählt der Vereinsvorsitzende, Bundesrichter Hartmut Albers (62). Dabei bestehe die Mischung sowohl in Publikum wie Verein aus jeweils drei Gruppen. 1. Richter, andere Hausangestellte und deren Bekannte. 2. Anwälte und Notare. 3. Schließlich musikinteressierte Bürger. „Das ist ja auch unsere Absicht: Wir möchten das Gebäude für die Öffentlichkeit zugänglich machen, Hemmschwellen abbauen.“

Anlässlich des Richard Wagner Kongresses soll es jetzt mal eine Nummer größer sein. „Die Idee, die Urfassung des ,Fliegenden Holländers‘ hier aufzuführen, stammt von David Timm, Uni-Musikdirektor. Der war als Cembalist im Leipziger Barockorchester schon beim allerersten Konzert im Jahr 2003 dabei“, erläutert Albers, während er gemeinsam mit seinem Kollegen und Stellvertreter Georg Herbert (58) demonstriert, in welchem Bereich der großzügigen Wandelhalle die 377-Plätze-Bestuhlung entsteht. Oben auf den Balustraden sollen in Stereo die Seefahrer aus Unichor und Leipziger Vokalensemble singen. Der Steinboden braucht noch einen überdimensionalen Belag, damit man nicht mit den Gesetzen der Akustik in Konflikt kommt.

Außerdem muss für das Mendelssohn-Orchester eine 7 mal 12 Meter große Bühne her. Die kommt direkt unter das nördliche Bleiglasfenster, das, an den beiden Abenden von außen angestrahlt, als stimmungsvolles Bühnenbild fungiert. „Die versteckten Anker und Seefahrtsmotive passen ja gut zum Sujet der Oper.“ Herbert erteilt sogar das Prädikat „Gesamtkunstwerk“. Schließlich werde weithin sichtbar auch der Portikus in ganz neuem Licht erscheinen.

Der Konzertbesuch ist also sicher keine Strafe. Und die erwarteten Kongressbesucher, Studenten, Richter, Anwälte und Bürger werden nicht zum Kommen verurteilt werden müssen. Man trifft sich ausnahmsweise mal ganz unverbindlich – mit „Wagner vor Gericht“.

Tobias Wolff

© Leipziger Volkszeitung, Montag, 2. Mai 2005

MozartMarathon – 250 Jahre Mozart

11./12. Februar 2006

Leipziger Kammerorchester
Dirigent:
Morten Schuldt-Jensen

Franz Vorraber (Klavier)
Wenzel Fuchs (Klarinette)
Anna Garzuly (Flöte)
Cornelia Smaczny (Harfe)
Victoria Frenzel (Sopran)

MozartMarathon:

Klavierkonzert Nr. 23 A-dur KV 488
Klarinettenkonzert A-dur KV 622
Oboenquartett F-dur KV 370
Klavierquartett Nr. 1 g-moll KV 478
Konzert für Flöte und Harfe C-dur KV 299
Fantasie für Klavier c-moll KV 475
Konzertarie „A questo seno – Or che il cielo“ KV 374
Serenade Nr. 12 c-moll für Bläser KV 388
Konzertarie „Vado, ma dove?“ KV 583
Sinfonie Nr. 41 C-dur „Jupiter“ KV 551

Neujahrskonzert

21./22. Januar 2006

Leipziger Barockorchester
Cantores Lipsienses
Cembalo und Leitung:
David Timm

Susanne Langner (Alt)

Neujahrskonzert:

Leopold Mozart, Sinfonie B-dur

Joseph Haydn, Konzert für Cembalo und Orchester G-dur Hob. VIII:4

Franz Xaver Mozart: Festchor für Soli, Doppelchor und Orchester anlässlich der Enthüllung des Mozart-Denkmals in Salzburg op. 30 (Neuinstrumentierung von Martin Krämer 2006)

Wolfgang Amadeus Mozart, Kyrie und Gloria aus:
Missa brevis G-dur KV 49

Wolfgang Amadeus Mozart, Arie „Marito io vorrei“ aus:
La finta semplice KV 51

Wolfgang Amadeus Mozart, Arie „Venga pur“ aus: Mitridate, Re di Ponto KV 87

Wolfgang Amadeus Mozart, Sinfonie G-dur KV 74

Adventskonzert

7. Dezember 2005

Leipziger Barockorchester
Violine und Leitung:
Konstanze Beyer

Reglint Bühler (Sopran)
David Erler (Altus)

Adventskonzert:

Konzert zur Erhaltung der historischen Bestände der Musikbibliothek Leipzig.

Georg Friedrich Händel, Sinfonia aus „The Messiah“ – Air „Who may abide the day of His coming“ (Alt) – Pifa – Air „Rejoice“ (Sopran)

Johann Christian Bach, Sinfonia für Streicher und Basso continuo F-dur

Johann Rosenmüller, Sonata à cinque d-moll

Luigi Battiferri, Ricercar à cinque Ricercar à sei

John Humphries, Concerto grosso Nr. 6 D-dur

Heinrich Ignaz Franz Biber, Serenata à cinque für Streicher und Basso continuo

Johann Kuhnau, „Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen“ für Alt, zwei Violinen und Basso continuo

Antonio Vivaldi, Concerte per quattro violini, due alti e basso continuo

Georg Philipp Telemann, „Und das Wort ward Fleisch“ – Kantate für Sopran, Alt, Streicher und Basso continuo

Klassische Moderne

12. November 2005

Leipziger Kammerorchester
Dirigent: Morten Schuldt-Jensen

David Petersen (Fagott)
Peter Schurrock (Klarinette)
Ulf Lehmann (Trompete)

Klassische Moderne:

Richard Wagner,
Siegfried-Idyll E-dur WWV.103

Richard Strauss,
Duett-Concertino für Klarinette, Fagott und Streichorchester F-dur op. 147

Karl Amadeus Hartmann,
Sinfonie Nr. 4 für Streichorchester

Vagn Holmboe,
Konzert für Trompete und Orchester op. 44